Einfache Sprache
13.07.2017

Gemeinsam neue Kulturen kennen lernen

Bei einem Projekt machen Österreicher und Flüchtlinge gemeinsame Ausflüge. So lernen sie gemeinsam neue Kulturen kennen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Bei dem Projekt „nice to meet you“ unternehmen Österreicher
zusammen mit Flüchtlingen etwas.
„nice to meet you“ ist Englisch und heißt „schön dich zu treffen“.
Das Projekt von der Young Caritas hat
Anfang des Jahres begonnen und endete Mitte Juni.
Das Projekt ist für Jugendliche zwischen 15 und 29 Jahren.
Die Idee ist, dass man neue
Kulturen kennen lernen kann
und gemeinsam etwas unternimmt.

Semira und Ali nehmen an dem Projekt teil.
Semira kommt aus Österreich, Ali ist von Afghanistan
über den Iran nach Österreich gekommen.

Semira und Ali waren schon an der Neuen Donau.
Eine der gemeinsamen Aktivitäten war auch,
dass Semira mit Ali Schnitzel essen war.
Ali sagte, dass es ihm gut geschmeckt hat.
Semira ergänzte, dass sie beim nächsten Treffen orientalisch,
persisch oder afghanisch essen gehen.
Ali erzählt, dass sie auch schon im Theater waren
bei der Aufführung „Nathan der Weise“.
Es war für ihn das erste Mal, aber er hat sich schon im Iran
fürs Theater interessiert.
Flüchtlinge aus Afghanistan werden im Iran oft schlecht behandelt
und können manchmal nicht einmal zur Schule gehen.

In der Volkshochschule im 10. Bezirk von Wien
macht Ali jetzt seinen Hauptschul-Abschluss nach.
Seine Lieblingsfächer sind Physik und Chemie.
Mathe fällt ihm schwer.

Semira ist auch 19 Jahre alt und kommt aus Leoben.
Dort ist sie in einem kleinen Dorf aufgewachsen.
Sie studiert im Herbst in Wien und macht Ali Mut.
Sie erzählt ihm, dass sie im Gymnasium auch immer wieder
schlechte Noten hatte und es trotzdem geschafft hat.
Sie sagt auch, dass er so viel geschafft hat
und, dass seine Flucht gefährlicher war als Mathe.

Zu der Zeit, als sich Semira und Ali getroffen haben,
war noch der muslimische Fasten-Monat Ramadan.
Im Ramadan dürfen gläubige Muslime den ganzen Tag
nichts essen und trinken.
Semira erzählt, dass sie auch Muslimin ist
und den Ramadan einhält, so wie Ali.
Ihr Vater ist schon vor langer Zeit aus dem Irak
nach Österreich gekommen.

Ali hat sich für das Projekt gemeldet, weil er im Flüchtlings-Heim
nur mit Flüchtlingen zusammen war.
Er wollte neue Freunde in Österreich kennen lernen.
Semira wollte einfach etwas Gutes tun:
Freiwillig helfen, neue Kulturen kennen lernen
und mehr über andere Länder erfahren.