Einfache Sprache
02.11.2017

Frauen bekommen seltener Kinder, wenn sie mit ihrer Mutter im gleichen Haus leben

Eine Studie zeigt, dass Ehepaare seltener Kinder bekommen, wenn sie mit der Mutter oder der Schwieger-Mutter im selben Haus leben.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Bei einer Studie haben Forscher aus Wien herausgefunden,
dass Frauen auf der ganzen Welt seltener Kinder bekommen,
wenn die Mutter oder Schwieger-Mutter im selben Haus lebt.
Vor allem Frauen, die eine junge Mutter haben und mit ihr
gemeinsam leben, sind betroffen.
Die Wiener Forscher meinen, dass es eine Art Wettkampf
zwischen der Frau und der Mutter oder Schwieger-Mutter gibt.
Weil wenn die Mutter oder Schwieger-Mutter noch
selber Kinder kriegen kann,
passt sie lieber auf ihre eigenen Kinder
als auf ihre Enkelkinder auf.
Ein anderer Grund könnte sein,
dass die Mütter vor allem die Schwieger-Mütter
die Aufpasser-Funktion haben.
Sie schauen und beobachten genau, was die junge Frau macht.

Die Forscher von der Wiener Universität haben für
die Studie Daten von 2einhalb Millionen Frauen ausgewertet.
Dabei handelte es sich um verheiratete Frauen aus 14 Ländern,
im Alter zwischen 15 und 34 Jahren.
Österreich ist bei der Studie nicht dabei.
Ein Forscher meint aber, dass es in Österreich genau so ist,
wie in den anderen Ländern.

Laut der Studie wohnen in „Malouwi“-Afrika,
die wenigsten verheirateten Frauen
mit der eigenen Mutter im Haus.
In "Thailand"-Asien, wohnen die meisten
verheirateten Frauen mit der eigenen Mutter zusammen.
Im Gegensatz zum "Iran"-Asien.
Dort leben die meisten verheirateten Frauen
mit der Schwieger-Mutter zusammen.
Ganz selten wohnen die Ehepaare
mit beide Mütter zusammen.

Frauen die mit ihrer Mutter oder Schwieger-Mutter
zusammen leben bekommen zwar früher ihr erstes Kind,
bekommen aber später weitere Kinder.
Frauen die nur mit ihren Ehemännern zusammenleben
bekommen schneller ein zweites Kind.

Bisher wurde angenommen, dass die Omas ihre Töchter
oder Schwiegertöchter beim Erziehen unterstützen.
Das ist aber nicht so.
Die Ergebnisse der Studie ist in der Fach-Zeitschrift,
Royal Society Open Science zu lesen.
http://rsos.royalsocietypublishing.org/content/4/10/170544