Einfache Sprache
15.01.2018

Flüchtlingslager werden auf Google Maps bewertet

Flüchtlinge bewerten auf Google Maps die Flüchtlings-Lager, in denen sie untergebracht sind oder waren.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Auf Google Maps können Flüchtlings-Lager
von Flüchtlingen bewertet werden.
Die Lager sind auf Google Maps als Unternehmen angegeben.
Dadurch ist es möglich, die Lager wie ein Hotel
oder ein Restaurant zu bewerten.

In dem Flüchtlings-Lager Kakuma in Kenia,
leben zum Beispiel 185 000 Menschen, die geflüchtet sind.
Der Flüchtling Massah Collins beschreibt das Lager
als „Universität des Verstehens“.
Er hat auch geschrieben, dass er während der Zeit im Lager
den Sinn von seinem Leben erkannt hat.

Die Bewertungen zeigen die Stimmung
in den verschiedenen Flüchtlings-Lagern.
Es gibt meistens nur wenige Bewertungen.
Durch diese kann man aber ungefähr erkennen,
wie sich die Flüchtlinge in dem Lager fühlen.

Über das Flüchtlings-Lager Schatila
schreibt der Flüchtling Gio Abu Hammu:
„Schlechte Straßen und Müll,
wo man nur hinsieht“.
Das Flüchtlings-Lager Schatila ist so bekannt,
weil dort mehrere Menschen ermordet wurden.

Das Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos
wurde auch schlecht bewertet.
Abdallah Albakr schreibt,
dass es sehr schlimm ist, er war nämlich dort.
Abdallah schreibt auch: "Ich hoffe,
dass ich nie wieder dort hin muss."
Ein anderer Flüchtling schreibt,
dass es ein Ort ohne Menschlichkeit ist.

Die Flüchtlinge tauschen auch auf
Internetseiten wie Facebook ihre Meinungen
und Erfahrungen aus.
Es gibt im Internet auch verschiedene Gruppen für Flüchtlinge.
Diese Gruppen haben zum Teil 100 000 Mitglieder,
die sich über das Internet gegenseitig unterstützen.