Einfache Sprache
01.12.2016

Eine Auschwitz-Überlebende warnt die Österreicher

Die 89-jährige Gertrude die hinter einem braúnen Tisch auf einem Sessel sitzt © Bild: /Youtube Screenshot

Eine 89-jährige Frau fordert die Menschen in einem Video auf, zur Wahl zu gehen. Sie warnt aber auch davor, die FPÖ zu wählen.

Link zum Original-KURIER-Artikel

Ein Video auf der Facebook-Seite von Alexander Van der Bellen
bewegt die Menschen.
Darin fordert eine 89-jährige Frau die Menschen in Österreich auf,
zur Wahl zu gehen.

Die Frau hat das Konzentrations-Lager Auschwitz überlebt.
Ihre ganze Familie ist aber getötet worden.
Im 2. Weltkrieg wurden unter der Führung von Adolf Hitler viele Menschen
in Konzentrations-Lagern getötet.
Wegen ihrer Herkunft, oder weil sie einen anderen Glauben hatten.

Die Wahlkampf-Sprüche der FPÖ erinnern die Frau im Video
an die Politik während dem 2. Weltkrieg.
Die Frau warnt in dem Video davor,
erneut „das Niedrigste aus dem Volk herauszuholen
und nicht das Anständigste“.
Die 89-jährige Gertrude sagt am Anfang vom Video:
„Die Beleidigungen anderen gegenüber,
das Runtermachen, das Schlechtmachen,
das stört mich am allermeisten“.
Während dem 2. Weltkrieg wurde auch
gegen bestimmte Menschengruppen gehetzt.
Hetzen bedeutet, mit Absicht falsche Dinge über jemanden zu erzählen,
um ihn schlecht zu machen.

Das Video wurde in 4 Tagen 3 Millionen Mal angeschaut.
Die FPÖ findet das Video nicht gut.
Ein FPÖ Mitglied ist der Meinung, dass es ein "Hetzvideo" ist.

Gertrude hat sich Mitte November für Alexander Van der Bellen
als Bundespräsident ausgesprochen.
Sie wollte dieses Video veröffentlichen.
Als Grund nannte sie, dass er derjenige ist, der überlegt,
der reifer und vernünftiger ist.
Gertrude sagt in dem Video:
„Der 4. Dezember ist wahrscheinlich die letzte Wahl für mich“.

Sie sagte: „Als Strache das Wort Bürgerkrieg gesagt hat,
da ist es mir kalt über den Rücken geronnen“.
Gertrude hat als 7-Jährige einen Bürgerkrieg erlebt,
sie erzählt, dass sie viele Tote gesehen hat.
Sie war 10 Jahre alt,
als Hitler mit seiner Armee nach Österreich gekommen ist.

Ihre Familie musste fliehen,
die Flucht dauerte über 2 Jahre.
Statt in Italien endete die Flucht
allerdings im Konzentrations-Lager Auschwitz.
Ihre Familie war jüdisch, deswegen ist
sie in das Konzentrations-Lager gekommen.
Gertrude hat dort 7 Monate lang überlebt,
ihre Familie wurde ermordet.

Eine Radio-Mitarbeiterin hat
in einem Beitrag über das Leben von Gertrude berichtet.
Der Radio-Beitrag heißt: „Die Einzige, die überlebt hat“.
Darin hat Gertrude über die Zwangsarbeit während dem Krieg,
und über das Bauen von Panzergräben gesprochen.
Der Radio-Beitrag „Die Einzige, die überlebt hat“ wurde 2 Mal ausgezeichnet.