Ein Flüchtling bedankt sich mit einer Aktion

Mohammad Mamita steht in seinem Geschäft © Bild: KURIER/Gerhard Deutsch

Ein syrischer Flüchtling bedankt sich mit einer außergewöhnlichen Aktion bei den Wienern. Er hat nämlich sein Friseur-Geschäft in Wien „Danke Wien“ genannt.

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Mohammad Mamita ist aus seinem
Heimatland Syrien nach Wien geflüchtet.
Der 54-jährige Flüchtling ist dankbar,
dass er in Wien so herzlich empfangen wurde.
Mohammed will seine Dankbarkeit zeigen,
deswegen hat er sein Friseur-Geschäft „Danke Wien“ genannt.
Das Geschäft befindet sich in Wien-Favoriten
in der Muhrengasse 7.
Mohammad sagte, dass er Österreich
mit seinem Friseur-Geschäft etwas zurückgeben will.

Geboren wurde er in der Stadt Damaskus.
Damaskus ist die Hauptstadt von Syrien.
Als Jugendlicher machte er eine Ausbildung zum Friseur
und eröffnete im Jahr 1989 sein erstes Friseur-Geschäft.
Dieses wurde durch den Krieg in Syrien zerstört.
Im Jahr 2015 ist Mohammad aus Syrien geflüchtet,
seitdem lebt er in Wien.

Er sagt, dass er in den Augen der Menschen gesehen hat,
dass er in Wien herzlich willkommen ist.
Er sagt auch, dass er in Wien nur hilfsbereite Menschen getroffen hat.
Die Menschen haben ihm Essen und Kleidung gegeben.
Die Vermieterin seiner Wohnung
hat ihm Geld für sein Geschäft geborgt.

Mohammad erzählt, dass es schwer gewesen ist,
sich in Wien zu verständigen.
In seinem Alter ist es nämlich nicht mehr so leicht,
eine neue Sprache zu lernen.
Manchmal muss sein Mitarbeiter Hassan
immer noch ein paar Worte für ihn übersetzen.
Mohammad hat in seinem Friseur-Geschäft
mittlerweile 4 Mitarbeiter.
Einer davon ist Hassan, die anderen sind Familienmitglieder.

In seine Heimat zurückkehren will Mohammad nicht.
Er hofft stattdessen eine seiner älteren Töchter
nach Österreich holen zu können.
Falls es ihm gelingt, könnte seine ältere Tochter Maysa
in Österreich zu studieren.
Diese ist traurig darüber,
dass sie zurzeit nicht bei ihren Vater sein kann.

( kurier.at , mb ) Erstellt am 08.02.2018