Einfache Sprache
03.12.2017

Deutschland tut sich schwer, eine Regierung zu bilden

Der Bundes-Präsident redet mit den Partei-Chefs, damit sie doch noch einen gemeinsamen Weg finden.

Vor einigen Monaten waren in Deutschland Wahlen.
Seitdem wollen 4 Parteien gemeinsam eine Regierung bilden
und verhandeln deshalb. Diese Parteien sind

  • die CDU und ihre Schwester-Partei in Bayern, die CSU,
  • die Grünen und
  • die FDP.

In den Medien wurde dieser Versuch der Zusammenarbeit Jamaika-Koalition genannt.
Koalition heißt, dass zwei oder mehrere Parteien sich zusammenreden
und sich die Regierungsarbeit teilen.
Jamaika-Koalition hieß sie deshalb,
'weil die Farben der Parteien die gleichen sind,
wie die Farben der Fahne von Jamaika.

Diese Verhandlungen sind jetzt aber gescheitert.
Der FDP-Chef Christian Lindner brach die Gespräche ab.
Denn die Politiker von seiner Partei waren
mit den bisherigen Gesprächen unzufrieden.

Wenn sich die Parteien nicht einigen und keine Regierung bilden können,
dann müsste es bald wieder Wahlen in Deutschland geben.
Der Bundes-Präsident von Deutschland,
Frank-Walter Steinmeier, will aber keine Neu-Wahlen.
Der Bundes-Präsident will, dass sich die Parteien einigen.
Deswegen redet er jetzt mit jedem einzelnen Partei-Chef.

Bis zur Wahl hatte die CDU/ CSU gemeinsam mit der SPD
eine so genannte große Koalition gebildet.
Weil de SPD bei der Wahl viele Stimmen verloren hat,
wollte sie nicht mehr eine Koalition mit der CDU/CSU vereinbaren.
Jetzt hat der Bundes-Präsident die Partei aber aufgefordert,
doch noch über eine Koalition nachzudenken.
Die SPD hat aber Angst, dass ihr die Menschen
noch weniger vertrauen, wenn sie ihr Meinung ändert.