Demonstrationen in Rumänien gegen Regierungs-Pläne

Demonstranten vor dem Regierungsgebäude © Bild: APA/AFP/DANIEL MIHAILESCU

In Rumänien demonstrieren zurzeit sehr viele Menschen. Sie demonstrieren gegen die Regierung und ihren neuen Gesetzes-Vorschlag.

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Seit mehreren Tagen gab es in Bukarest,
der Hauptstadt von Rumänien, viele Demonstrationen.
Eine Demonstration ist, wenn sich Menschen versammeln,
um zu zeigen, dass sie gegen etwas sind.
Am 1. Februar 2017 kam es aber
auch zu gewaltvollen Attacken.
Am Abend begannen plötzlich einige Sportfans,
die Polizei mit Feuerwerks-Körpern, Fackeln, Steinen
und anderen Sachen zu bewerfen.

Die rumänische Polizei setzte dafür Tränengas ein.
Dabei wurden 4 Polizisten und 2 Demonstranten verletzt.
Die Polizei hat mehrere Brandbomben
und Messer von den Angreifern abgenommen.
Die meisten friedlichen Demonstranten haben dann
den Platz verlassen.

Bei den Demonstrationen geht es darum,
dass die rumänische Regierung die Korruption
in Rumänien nicht mehr so hart bekämpfen wollte.
Korruption bedeutet Bestechlichkeit.
Das heißt, viele Politiker in Rumänien nutzen ihr Amt aus
und lassen sich bestimmte Dinge bezahlen, obwohl das verboten ist.
Am 31. Jänner 2017 hatte die Regierung bekannt gegeben,
dass Korruption nur noch ab einer Summe
von 200 000 Lei verfolgt wird.
Lei ist das Geld in Rumänien, 200 000 Lei
sind ungefähr 45 000 Euro.
Einige Gerichte prüfen jetzt, ob diese Pläne
gegen das Gesetz verstoßen.

Das rumänische Volk ist wütend darüber,
dass dagegen nichts mehr unternommen werden soll.
In ganz Rumänien wurde in 56 Orten gleichzeitig demonstriert.
Die Zahl der Demonstranten beträgt ungefähr 300 000.
Auch viele Politiker auf der ganzen Welt finden die Pläne
von Rumäniens Regierung nicht gut.
Nach den Angriffen fragen sich viele Leute,
ob die rumänische Regierung von der Absicht gewusst hat,
dass die Demonstrationen mit Gewalt gestört werden sollen.

Am 5. Februar waren landesweit insgesamt
500 000 Menschen demonstrieren.
In der Hauptstadt Bukarest waren es 200 000
bis 300 000 Menschen.
Es war die größte Demonstration seit dem Jahr 1989.
Einige Demonstranten wollten erst aufhören,
wenn die Regierung die neuen Pläne zurückzieht.
Das hat jetzt zu einem Erfolg geführt.
Die neuen Pläne von der rumänischen Regierung
wurden zurückgezogen.
In dem neuen Gesetzes-Entwurf wird es,
die Grenze von 45 000 Euro für Korruption,
wahrscheinlich nicht mehr geben.

( kurier.at , mk ) Erstellt am 06.02.2017