Einfache Sprache
30.03.2017

Behandlung von schwerster Lähmung erfolgreich

Wissenschaftler in Amerika haben es geschafft, dass ein Mann, der seit 8 Jahren gelähmt ist, seinen rechten Arm und die Hand bewegen kann.

Link zum Original-KURIER-Artikel
Experten an einer Hochschule in Cleveland in Amerika,
konnten einem Mann helfen, der nach einem schweren Fahrradunfall
von den Schultern abwärts gelähmt ist.
Gelähmt heißt, dass man sich oder einen Körperteil
nicht mehr bewegen kann.
Der Mann heißt Bill Kochevar und ist 56 Jahre alt.
Er hat seit dem Unfall eine schwere Wirbelsäulen-Verletzung.
Dabei kommt es zu einer Störung der Nervenleitung im Rückenmark.
Mit einer neuen Methode kann Bill jetzt sogar
seinen Arm bewegen und mit der Hand zugreifen.
Er greift mit der rechten Hand einen Becher voll Wasser,
führt ihn an den Mund und trinkt aus einem Strohhalm.
Dann hält er eine Gabel und isst langsam und mit voller Freude
selbstständig sein Erdäpfelpüree.
Für jemanden, der seit 8 Jahren nicht einmal solche kleinen Bewegungen
machen konnte, ist das sehr aufregend.
Es ist das erste Mal, dass ein Mensch, der stark gelähmt ist,
durch Gehirnaktivität seinen Arm und seine Hand bewegen kann.

Dafür wurden Bill während einer Operation Elektroden
in den Kopf eingepflanzt.
Elektroden sind Metall-Plättchen, die elektrische Reize übertragen.
Mit diesen Elektroden wurden Gehirnsignale gemessen
und an einen Computer gesendet.
Der Computer hat die Signale an andere Elektroden
in Bills Oberarm und Unterarm geleitet
und so wurden Muskelbewegungen ausgelöst.

Das ist ein Durchbruch für Menschen mit Rückenmarks-Verletzungen.
Ähnliche Methoden wurden zwar früher schon eingesetzt,
aber jetzt kann der Arm bewegt werden und gleichzeitig
kann die Hand zugreifen.