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11/18/2020

Was Sie bei Antibiotika unbedingt beachten sollten

Dank Antibiotika überstehen wir Krankheiten, die ohne Behandlung tödlich wären. Warum verlieren einzelne Antibiotika ihre Wirkung und was können wir dagegen tun?

Dass Antibiotika wie Penicillin in den 1940ern auf den Markt kamen, war ein Durchbruch in der Medizin. Seitdem wurden viele Leben gerettet – gleichzeitig wurden Antibiotika oft sorglos oder nicht korrekt verschrieben. Auch in der Tierhaltung kommen Antibiotika massenhaft zum Einsatz.

So wurden gewisse Bakterienstämme gegen Antibiotika resistent, das heißt, so widerstandsfähig, dass das Antibiotikum nicht mehr wirksam ist.

Was geschieht, wenn Bakterien resistent werden?

Bakterien sind „Überlebenskünstler“. Ähnlich wie in der Evolution passen sich die Mikroorganismen extrem gut an ihre Umgebung an und geben diese Widerstandsfähigkeit weiter, wenn sie sich teilen. Damit werden die Bakterien nicht unbedingt aggressiver, aber: Auf bisher wirksame Antibiotika sprechen sie nicht mehr an.[1]

Wieso ist das problematisch?

Antibiotika werden u.a. bei einer bakteriellen Lungenentzündung oder bei einer Wundinfektion eingesetzt. Auch nach Operationen werden sie verabreicht. Bricht eine Infektion aus und sind die Bakterien bereits resistent geworden, bleiben Antibiotika wirkungslos und die Bakterien breiten sich sehr rasch aus. Gefährlich wird das, wenn es gar kein wirksames Medikament mehr dagegen gibt. Forscher fürchten, dass im Jahr 2050 pro Jahr 10 Millionen Menschen durch Antibiotika-Resistenzen sterben könnten.[2]

Wer ist von Antibiotika-Resistenzen betroffen?

Allgemein: Wir alle. Bei einem gesunden Menschen können Bakterien nicht so leicht Infektionen auslösen. Diese Menschen tragen die Erreger aber z. B. auf ihrer Haut und verbreiten sie über Türklinken, Bargeld oder Tröfpcheninfektion auch an gesundheitlich geschwächte Menschen.

Besonders gefährdet sind Menschen, deren Abwehrkräfte durch Erkrankungen oder ihr Alter geschwächt sind. Auch Menschen, die lange und wiederholt Antibiotika einnehmen, frisch operierte Patienten oder jene, die lange im Krankenhaus sind, haben ein erhöhtes Risiko.

Unmittelbar betroffen sind wir spätestens dann, wenn wir erkranken.

Was kann ich gegen Antibiotika-Resistenzen tun?

Resistente Keime sind weltweit ein Thema. Folgen Sie diesen Empfehlungen und leisten Sie einen wichtigen Beitrag:[3]

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Art von Medikamenten Sie bei konkreten Beschwerden einnehmen sollen. Verwenden Sie Antibiotika nur dann, wenn Ihr Arzt sie verschreibt.
  • Nehmen Sie übrig gebliebene Medikamente nie bei einer späteren Erkrankung ein und geben Sie sie nicht an andere Menschen weiter. Antibiotika wirken gegen eine bestimmte Art von Bakterien, sind aber bei anderen wirkungslos.
  • Werden Ihnen Antibiotika verschrieben, nehmen Sie sie unbedingt so lange, wie Ihr Arzt empfiehlt. Brechen Sie die Einnahme vorzeitig ab, können noch vorhandene Bakterien leichter Resistenzen entwickeln.
  • Vermeiden Sie Infektionen durch regelmäßiges Händewaschen und Einhalten von Hygienemaßnahmen.
  • Vermeiden Sie, Antibiotika gemeinsam mit Milchprodukten, Alkohol oder Orangensaft einzunehmen, da diese die Wirkung negativ beeinflussen können.
  • Halten Sie Ihre Impfungen auf dem neuesten Stand, denn: Erkranken Sie erst gar nicht, sind keine Antibiotika notwendig.

Ebenfalls wissenswert: Grippale Infekte werden von Viren ausgelöst, die auf Antibiotika nicht reagieren. Dennoch werden in Österreich im Winter überdurchschnittlich oft Antibiotika verschrieben.[4] Das ist ein Hinweis darauf, dass es noch Aufklärungsbedarf bezüglich dem richtigen Einsatz von Antibiotika gibt.

Eine Zukunft mit resistenten Bakterien

Was, wenn die Zahl der Antibiotika-Resistenzen zunimmt? Forscher warnen, dass schwerwiegende Infektionen wie eine bakterielle Lungenentzündung nicht mehr behandelt und dadurch lebensbedrohlich werden könnten oder auch Routineeingriffe zu riskant werden könnten.[5]

Pfizer.at informiert darüber, was wir alle über Antibiotika wissen sollten und was gegen Resistenzen unternommen wird.

Referenzen

[1] WHO Europe, Antimicrobial resistance – About AMR page. http://www.euro.who.int/en/health-topics/disease-prevention/antimicrobial-resistance/about-amr, letzter Zugriff Oktober 2019
[2] Review on Antimicrobial Resistance, Jim O’Neill, Dec 2014
[3] WHO, Antimicrobial resistance: key facts, https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/antibiotic-resistance, letzter Zugriff Oktober 2020
[4] Arznei und Vernunft, Patienteninformation „Antiinfektiva. Einsatz in Therapie und Prophylaxe.“
[5] O’Neill J, Review on Antimicrobial Resistance, Dec 2014

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