Karl Pfizer

© Pfizer Corporation Austria

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11/18/2020

Meilensteine der Gesundheit: So entstanden moderne Medikamente

Erfahren Sie, wie zwei deutsche Auswanderer 1849 den Grundstein für ein Imperium legten – und was Zitronensäure damit zu tun hat.

Alles beginnt in einem kleinen Feinchemie-Unternehmen im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Den deutschen Cousins Karl Pfizer und Karl Erhart gelingt es, ein geschmacksverträgliches Antiparasitikum zu entwickeln. Auf diesen Durchbruch sollten noch viele weitere folgen.[1]

Zitronensäure als Basis für späteren Erfolg[2]

Schon 1868 sind die Mitarbeiterzahl und die Produktpalette des Unternehmens so groß, dass Pfizer seinen Hauptsitz in ein größeres Gebäude in Manhattan verlegt. 1878 wird eines der ersten Telefone der Stadt angeschlossen. Wenig später beginnt Pfizer mit der Herstellung von Zitronensäure, damals ein wichtiges Grundelement für die Erzeugung zahlreicher chemischer Produkte und Basis-Geschmacksstoff für Limonaden und weitere Nahrungsmittel.

Die Entwicklung der Fermentationstechnik ermöglicht schließlich die Massenproduktion von Zitronensäure. Das Unternehmen profitiert vom Erfolg von Coca-Cola, Pepsi Cola und weiteren Limonaden. Pfizer wird Weltmarktführer in der Produktion von Zitronensäure und legt den Grundstein für das spätere Firmenwachstum. Später kommen auch Vitaminpräparate zum Portfolio, 1942 geht Pfizer an die Börse.

Bis in die späten 1930er glaubten nur wenige daran, dass Infektionskrankheiten bakteriellen Ursprungs mit chemischen Wirkstoffen behandelt werden könnten.

Dr. Gladys Hobby, 1985[3]

Den Prolog dieser Geschichte liefert der britische Bakteriologe Alexander Fleming 1928. Während seines Urlaubs hatte sich in einer Petrischale in seinem Labor Schimmel gebildet. Das Spannende daran: Die Bakterien rundherum waren abgestorben. Dieser Schimmel konnte auch das Bakterium abtöten, das Lungenentzündungen hervorruft – aber er war schwer herzustellen. Die Analysen verschwanden in der Schublade.

Zehn Jahre später führen Forscher an der Universität Oxford Flemings Arbeit weiter und veröffentlichen 1940 vielversprechende Ergebnisse zur Wirksamkeit von Penicillin. Tragischerweise steht England unter ständigem Bombardement, was eine sichere Forschungsumgebung verunmöglicht. Wissenschaftler aus New York fordern Proben an, führen Tests mit dem „Wundermedikament“ durch und erhalten 1941 Unterstützung von Pfizer.

Pfizer hatte bereits Erfahrungen mit diesem Schimmel gesammelt – jahrelang hatte er andere Produkte ruiniert. Nun soll das Unternehmen ihn gezielt herstellen – und zwar in Großmengen für die Soldaten an der Front. Die Produktion wird schließlich von kleinen Flaschen auf Hochtank-Fermentation umgestellt. Für dieses Wagnis wird eine eigene Fabrik angekauft. Das Antibiotikum Penicillin, dessen erste wertvolle Dosen unter Polizei-Eskorte zugestellt werden, wird ab 1944 massenhaft hergestellt.

Polio, die gefürchtete Infektionskrankheit[5]

Seit den 1960er-Jahren setzt Pfizer noch stärker auf die Forschung und Entwicklung innovativer Präparate. Mit der effektiven Schluckimpfung gegen Polio (Kinderlähmung), die hierzulande 1962 auf den Markt kommt, kann diese Krankheit in Österreich fast völlig eliminiert werden. Die Entdeckung und Entwicklung innovativer Arzneimittel wird als Schlüssel des Erfolgs von Pfizer erkannt, 15 bis 20 Prozent des Umsatzes werden der Forschung zugeführt.

So kommen in den 1980er und 1990er-Jahren weitere innovative Produkte auf den Markt wie ein injizierbares Antibiotikum, ein Medikament gegen Diabetes, Entzündungshemmer und ein Anti-Alzheimer-Medikament.

Die Mission: Eine gesündere Welt

Ob sich das Karl Pfizer und Karl Erhart wohl erträumt hätten? 150 Jahre nach seiner Gründung wird Pfizer zum weltweit größten Pharmakonzern. Der Forschungsdrang von 1849 steckt noch immer in der Firmen-DNA: Pfizer baut weiterhin seine Kompetenzen aus in den Bereichen Immunologische und entzündliche Erkrankungen, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, Onkologische Erkrankungen, Anti-Infektiva, Impfstoffe sowie seltene Erkrankungen.

Mehr Informationen unter pfizer.at.

Referenzen

[1] Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Gestern und heute. Eine Zeitreise durch Pfizers Unternehmensgeschichte, Buchs, 2010: 1-4
[2] Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Gestern und heute. Eine Zeitreise durch Pfizers Unternehmensgeschichte, Buchs, 2010: 5-6
[3] Rodengen, Jefffrey L., The Legend of Pfizer, ISBN 0-945903-37-5, 1. Title, S. 53
[4] Rodengen, Jefffrey L., The Legend of Pfizer, ISBN 0-945903-37-5, 1. Title, S. 53-67
[5] Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H., Gestern und heute. Eine Zeitreise durch Pfizers Unternehmensgeschichte, Buchs, 2010: 8-10

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