Wartende Menschen vor dem WU-Ball

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Wien
01/15/2017

Zu viele Gäste: Polizeieinsatz bei WU-Ball

Die Hofburg war überfüllt: Rund 800 Besucher wurden weggeschickt. Sie bekommen den Ticketpreis erstattet.

von Johanna Kreid

Der Spott in den Sozialen Medien war groß: "Das ,o‘ in Wirtschaftsuni steht für Organisation", kommentierte ein User hämisch. "Will die AG WU nicht gleich den Akademikerball organisieren? Würde unser Leben sehr erleichtern", legte ein anderer nach. Der Grund: Die Organisatoren des WU-Balls dürften deutlich zu viele Karten für den Event Samstagabend in der Hofburg verkauft haben – weswegen bis zu 800 potenzielle Gäste abgewiesen werden mussten. Der Ärger vieler, die in der Kälte warteten und dann erst nicht eingelassen wurden, war groß und entlud sich am Sonntag auf Twitter und Facebook.

Gegen 23 Uhr sei die zugelassene Besucheranzahl bereits weit überschritten gewesen, erklärt Polizeisprecher Paul Eidenberger. Daher wurde verfügt, dass niemand mehr in die Hofburg durfte. Bis zu 500 Personen warteten zu dem Zeitpunkt bereits in der Empfangshalle, zirka 300 vor der Tür. Das dichte Gedränge sorgte dafür, dass nicht nur niemand mehr in die Hofburg kam – Gäste konnten diese auch nicht mehr verlassen: "Kollegen haben daher einen sogenannten Sperrkreis beim Eingang errichtet. So haben sie Platz geschaffen, dass die Besucher den Ball verlassen konnten", beschreibt Eidenberger. Freilich, zahlreiche Gäste seien verärgert gewesen, dass sie nicht eingelassen wurden – immerhin kosteten die Karten im Vorverkauf 32 bis 95 Euro. "Es verlief dennoch alles ruhig, niemand wurde verletzt", sagt Eidenberger.

Dicht gedrängt

WU-Studentin Astrid etwa wollte mit sieben Freunden den Ball besuchen: "Die Schlange neben der Abendkassa ist immer länger geworden – dort wurden zu dem Zeitpunkt noch immer Karten verkauft", beschreibt sie. Unruhe machte sich breit, wartende Gäste diskutierten mit Polizisten und Securities. Dann informierte die Polizei, dass zu viele Tickets verkauft worden waren. "Wir haben 20 Minuten gewartet, in der Hoffnung, dass das ein schlechter Scherz ist", sagt Astrid. "Da sind Mädchen echt Stunden gestanden in ihren Kleidern und Schuhen und niemand hat ihnen gesagt, dass sie nicht mehr auf den Ball gehen werden."

ÖH-Vorsitzender Lukas Fanninger bedauert die Umstände: "Wir haben eine Hotline ( 01/31336- 5555) und eine Mailadresse (office@wuball.org) eingerichtet. Wer sich dort meldet, bekommt den Eintrittspreis schnell und unkompliziert zurückerstattet."

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