Chronik | Wien
23.02.2018

Zentraler Busterminal in Wien: Neuer Standort im Visier

Maria Vassilakou will nach Bezirks-Kritik am präferierten Standort Verteilerkreis nicht festhalten. Nun werden die Waldmanngründe untersucht.

Die Stadt Wien prüft die Einrichtung eines zentralen Fernbusterminals. Das hat Planungs- und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Freitag in der Fragestunde des Gemeinderats erläutert. Favorisiert werden derzeit die sogenannten Waldmanngründe beim Hauptbahnhof. Der Wunsch-Standort Verteilerkreis dürfte hingegen Geschichte sein.

Verteilterkreis, Stadioncenter oder Erdberg

"Wien braucht einen gut ausgestatteten zentralen Busterminal", stellte die Ressortchefin klar. Wichtig sei für diesen etwa eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Zuletzt seien zwölf Standorte identifiziert und einer Beurteilung unterzogen worden. Drei Locations seien vertieft begutachtet worden - nämlich das Alte Landgut, also der sogenannte Verteilerkreis in Favoriten, ein Bereich beim Stadioncenter und das derzeit schon von Busbetreibern genutzte Areal in Erdberg.

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Favoriten gegen Standort Altes Landgut

Das Alte Landgut sei als bestgereihter Standort daraus hervorgegangen. Jedoch: "Es wird von der Bezirksvorstehung Favoriten abgelehnt, nicht nur vom Herrn Bezirksvorsteher (Marcus Franz, SPÖ), sondern von allen Fraktionen." Den Terminal dort zu realisieren, hieße, "sich gegen den einstimmigen Willen des Bezirks zu stellen", betonte Vassilakou.

Waldmanngründe im Spiel

Nun werden die Waldmanngründe im Bereich Hauptbahnhof bzw. Südtiroler Platz vertieft untersucht. Dort halten bereits Busse, der Standort hätte aber aufgelassen werden sollen. Allerdings sind die Flächen, wie die Stadträtin ausführte, nun doch weiterhin verfügbar. Aus diesem Grund gelten die Waldmanngründe als aktuell am besten geeigneter Platz - noch vor dem Stadioncenter oder Erdberg.

Die relativ zentrumsnahe Lage sieht Vassilakou aber nicht unkritisch, wie sie betonte: "Die Busse müssen eine Zeit lang durchs Stadtgebiet fahren. Optimal ist das nicht."