Chronik | Wien
05.12.2011

Wiener U6 fährt ab Montag wieder durch

Ab Montag wird die Linie U6 wieder durchgehend in Betrieb sein. Die Sanierung der Station Josefstädter Straße dauert länger als geplant.

Am 29. August dürfen Wiens Öffi-Kunden aufatmen: Die U-Bahn-Linie U6 ist wieder durchgehend in Betrieb. Derzeit läuft dieser zweigeteilt. Die U6 fährt seit Mitte Juli nicht zwischen den Stationen Westbahnhof und Alser Straße. Betroffen von der Sperre sind somit die Stationen Burggasse, Thaliastraße und Josefstädter Straße.

Letztere wird derzeit saniert, was auch der Grund für die Maßnahme ist. Der Ersatzbetrieb erfolgt mittels Straßenbahn, der Linie E, die ab Montag ebenfalls wieder Geschichte sein wird.

Dass die Wiener Linien erstmals eine U-Bahn für einen längeren Zeitraum teilweise sperren mussten, hatte durchaus für großes Aufsehen gesorgt. Die Betriebseinstellung sei jedoch aus technischen Gründen nicht zu vermeiden gewesen, wurde versichert. Die Sanierung der Station Josefstädter Straße, ein historischer Otto-Wagner-Bau, gestaltete sich komplizierter als geplant.

Zunächst war nur vorgesehen, dass die Garnituren nicht mehr in der Station stehen bleiben, der Betrieb aber trotzdem durchgehend erfolgt. Dies war letztendlich aber nicht möglich. Auch nach dem Ende der Teilsperre werden die Züge übrigens noch längere Zeit nicht in der Station halten, da die Sanierung noch nicht abgeschlossen ist.

Großer Aufwand

Der Ersatzbetrieb erfolgt parallel zur U-Bahn-Trasse. Die provisorische Linie war - bzw. ist noch bis Sonntag - von der U6-Station Nußdorfer Straße über die Strecke der Linie 37 weiter über die Trasse der Linie 5 bis zum Westbahnhof unterwegs. Wobei die Wiener Linien stets empfahlen, nach Möglichkeit auch großräumig auszuweichen, etwa über andere U-Bahn-Linien. Tatsächlich stand die Linie E gelegentlich im Stau, auch ein kurzfristiger Ausfall war zu verzeichnen.

Die Maßnahme war auch finanziell aufwendig: Die Ersatz-Bim-Linie sowie die Info-Offensive und zusätzliche Baumaßnahmen verursachten den Wiener Linien laut eigenen Angaben bis dato rund 1,5 Mio. Euro an Mehrkosten.