Chronik | Wien
27.02.2018

Wiener U-Bahn: Zwischenfälle und Unterbrechungen

Kurz vor Mittag sprang ein Fahrgast in der U-Bahn-Station Landstraße auf den Gleiskörper - um eine Thermoskanne zu retten. Auch sonst gab es im Wiener Untergrund einige Probleme, etwa auf den Linien U4 und U6

Unter anderem eine Rauferei in einem Wagen der U6 in der Station Josefstädter Straße hat am Dienstag um kurz nach 9.00 Uhr zu Verzögerungen im Wiener U-Bahnverkehr geführt. Etwa zur gleichen Zeit wurde ein Zug der Linie U4 in der Station Hietzing angehalten, weil ein 76-Jähriger darin gestürzt war, teilten die Wiener Linien mit. Zeitweise mussten die U-Bahnlinien daher unterbrochen werden.

Der Pensionist erlitt leichte Verletzungen - eine Schädelprellung sowie Rissquetschwunden auf der Stirn - und wurde zur weiteren Abklärung ins Krankenhaus gebracht. Nach der Unterbrechung habe es Gleiswechselbetrieb gegeben, um 9.36 Uhr seien die Intervalle aber wieder im normalen Bereich gewesen, sagte Barbara Pertl, Sprecherin der Wiener Linien.

Sprung nach Thermoskanne

Bei der U6 sei dann um 9.28 Uhr noch ein Stellwerkproblem dazugekommen, berichtete Pertl. Zehn Minuten später habe es dann auch hier wieder in beide Richtungen regelmäßige Zugintervalle gegeben, so Pertl.

Rund zwei Stunden später, um 11.37 Uhr, sprang ein Fahrgast in der Station Landstraße auf den Gleiskörper der U3, um seine offenbar hinuntergefallene Thermoskanne zu holen, berichtete die Sprecherin. Ein auf dem Bahnsteig wartender Zeuge dieser Aktion drückte daraufhin den Zug-Notstopp. Dadurch wird der Strom ausgeschaltet. Rund zehn Minuten lang blieb der Zug dann in der Station stehen. Zur Klärung des Sachverhalts war auch die Polizei angefordert worden.