Chronik | Wien
15.09.2017

Wiener Lobau-Tunnel: Sechs von sieben Gutachten positiv

Klärungsbedarf gibt es noch beim Kapitel Lärm. Öffentliche Verhandlung vor Bundesverwaltungsgericht im November.

Im Gerichtsverfahren zum Bau des umstrittenen Lobau-Tunnels liegen nun die ersten Gutachten vor. Der Asfinag, allen Projektbeteiligten und den Beschwerdeführern seien diese am Freitag übermittelt worden, sagte Asfinag-Geschäftsführer Alexander Walcher der APA. Laut Walcher sind sechs der sieben Gutachten positiv. Beim Thema Lärm gebe es Klärungsbedarf.

"Aktuelle Gutachten zu den Themen Verkehr, Luft, Erschütterung, Geotechnik, Wasser und Ökologie bestätigen unserem Projekt zur Verkehrsentlastung von Wien, der Donaustadt und angrenzen Gemeinden die Umweltverträglichkeit. Das sind gute Nachrichten im Hinblick auf die Umsetzung des Projekts", sagte Walcher.

Klärungsbedarf herrsche laut einem Gutachten noch beim Thema Lärm. Bis 31. Oktober hat die Asfinag nun Zeit, Stellung dazu zu nehmen. "Wir werden diese Punkte aufklären", zeigte sich Walcher überzeugt - der beteuerte, dass dem Schutz der Anrainer vor Lärmemissionen große Bedeutung beigemessen wird.

Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) prüft derzeit in zweiter Instanz den positiven Umweltverträglichkeitsbescheid für den geplanten S1-Abschnitt Schwechat bis Süßenbrunn samt Lobautunnel. Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen hatten den Bescheid beeinsprucht. Die öffentliche Verhandlung ist für den November geplant.