Chronik | Wien
24.05.2017

Cobenzl-Zwischenlösung: Cafe und Designmarkt

Ein Pop-up-Konzept soll bis zur Entscheidung über die langfristige Nutzung bestehen. Das Lokal war im März nach jahrelangem Gerichtsstreit mit dem früheren Pächter zwangsgeräumt worden.

Nach der Zwangsräumung im März sucht die Stadt Wien derzeit nach einem neuen Konzept für das Cafe-Restaurant beim Schloss Cobenzl. Bis es so weit ist, hat man sich für die Location eine Zwischennutzung überlegt. Am Mittwoch eröffnete dort eine Art Pop-up-Cafe mit regionalen Spezialitäten. Im Sommer sind auch Picknicks sowie Kunst- und Designmärkte geplant, kündigte Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) an.

Dafür hat man das leergeräumte Restaurant grob renoviert und mit Vintage-Möbeln ausgestattet. Das Cafe hat täglich außer Montag von 10.00 bis 20.00 Uhr geöffnet und bietet neben Kaffee und Kuchen etwa Wurst und Speck, eingelegtes Gemüse, Marmeladen, Bier und Wiener Wein - nicht zuletzt vom angrenzenden Weingut Cobenzl. Sima sprach bei der Eröffnung von einem "neuen attraktiven Ausflugsziel für den Sommer und Herbst". Betrieben wird die gastronomische Zwischenlösung von Jürgen Bauer, der u.a. das Cafe Bendl, den Trachtenpärchenball oder die Fete Imperial zu seinen Referenzen zählt.

Picknicks und Buffet

Ab Juni wird es am Standort außerdem Picknicks geben - donnerstags und freitags von 16.00 bis 22.00 Uhr, am Wochenende schon ab dem Vormittag. Dafür wird im Schloss und bei Schönwetter im Garten ein Buffet aufgebaut. Gäste können zwischen Picknickkörben mit warmen und kalten Speisen wählen. Speis und Trank werden dann entweder im Innenbereich oder auf der Terrasse bzw. im Garten zu sich genommen. Dafür gibt es einen extra Deckenverleih.

Ergänzt wird das Angebot durch spezielle Events. Geplant sind Kunstperformances, Ausstellungen oder Designmärkte. Wer Workshops oder Konferenzen mit Blick über Wien veranstalten will, kann die Location auch anmieten - und zwar günstig, wie versprochen wurde. Für Hochzeiten oder Geburtstage stehe das Schloss ebenso weiterhin zur Verfügung.

Parallel zum Zwischennutzungskonzept, das vorerst bis Jahresende fix ist, läuft weiterhin der Wettbewerb für die künftige langfristige Bespielung des Orts. Im Herbst soll das Siegerprojekt feststehen. Ab 2018 wird dann die Neugestaltung angegangen.

Den Vertrag mit dem früheren Pächter hatte die Stadt bereits 2012 gekündigt. Nach jahrelangen Gerichtsstreitigkeiten wurde das Lokal im März schließlich zwangsgeräumt.