Chronik | Wien
22.03.2017

Wien: 16-Jähriger soll Mutter erstochen haben

Der jugendliche Tatverdächtige saß neben der Leiche und ließ sich von der Polizei widerstandslos festnehmen.

Ein 16-Jähriger soll am Dienstagabend in Wien-Penzing seine Mutter mit mehreren Messerstichen getötet haben. Das teilte die Polizei erst am Mittwochvormittag mit. Demnach beging der Jugendliche die Tat gegen 21.00 Uhr in einer Wohnung in der Lorenz Weiß-Gasse Nr. 14. Er soll 15 Mal zugestochen haben. Danach verständigte er selbst die Einsatzkräfte.

Die Wiener Berufsrettung war laut Polizeisprecher Paul Eidenberger als erste am Tatort. Sie fand den Jugendlichen in der Wohnung neben der Leiche seiner Mutter sitzend. Die Rettungskräfte zogen sich zurück und verständigten die Polizei.

Letztlich ging die Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) in die Wohnung. Der 16-Jährige hatte den Beamten die Tür geöffnet. Die Polizisten nahmen ihn fest. Die Mutter wurde noch medizinisch versorgt, für sie kam aber jede Hilfe zu spät. Der Jugendliche machte nur verwirrte Angaben.

Messer sichergestellt, Obduktion am Mittwoch

Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Es handelte sich um ein Küchenmesser mit zehn Zentimeter langer Klinge. Unklar war, ob der 16-Jährige das Messer aus der Küche genommen oder es sich extra besorgt hatte. Es gab zunächst keine Hinweise, dass der Tatverdächtige unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestanden wäre.

Die 42-Jährige sollte am Mittwochvormittag obduziert werden, außerdem war die Einvernahme des Verdächtigen geplant. Ein Motiv war zunächst nicht erkennbar.