Tatort des Schusswechsels in Wien-Ottakring.

© KURIER/Patrick Wammerl

Kriminalität
10/19/2015

Wien-Ottakring: 34-Jähriger bei Streit angeschossen

Streit auf der Straße eskalierte mit Kopfschuss. Flüchtiger Zeuge wurde mittlerweile ausgeforscht.

von Patrick Wammerl

Mehrere Schüsse haben am Sonntag kurz nach 4 Uhr die frühmorgendliche Stille am Yppenmarkt in Wien-Ottakring durchbrochen. Auf der Straße war ein Streit zwischen drei Männern eskaliert. Ein 44-jähriger Kroate dürfte darauf eine Waffe gezogen und mehrmals auf seinen serbischen Kontrahenten gefeuert haben. Das 34-jährige Opfer erlitt mehrere Treffer aus nächster Nähe, unter anderem einen Kopfschuss. Er ist in Lebensgefahr.

"Die genauen Umstände und der Tathergang werden noch ermittelt. Es müssen zahlreiche Augenzeugen erst befragt werden", erklärt Polizeisprecherin Michaela Rossmann. Gesichert ist bisher, dass sich Opfer, Täter und ein unbekannter dritter Mann an der Ecke Yppengasse/Payergasse stritten und gegenseitig anschrien. "Passanten, die gerade aus einem Lokal kamen, haben den Streit gesehen. Plötzlich fielen die Schüsse und ein Mann ergriff die Flucht", sagt Rossmann.

Festnahme

Die Passanten sahen den 34-jährigen in Wien wohnhaften Serben blutüberströmt auf der Straße liegen. Der Schütze hingegen steckte seelenruhig seine Waffe wieder ein und machte keine Anstalten zu fliehen. Als die erste Polizeistreife nur kurze Zeit nach der Bluttat am Tatort eintraf, warf der Schütze die Pistole vom Kaliber 7,65 mm auf den Boden und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Das Opfer wurde im Krankenhaus notoperiert, sein Zustand wird als kritisch beschrieben. Laut Informationen der Polizei dürfte der 44-jährige Kroate keinen Wohnsitz in Österreich haben.

Ein Zeuge, der zunächst die Flucht ergriff, wurde mittlerweile ausgeforscht und befragt, berichtete die Polizei am Montag. Der Streit sei aus einer Nichtigkeit heraus entstanden, sagte er.

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