Sonnenschein beim Zieleinlauf ist möglich.

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VCM
04/06/2016

Wien-Marathon: Läufer müssen sich auf Wind einstellen

Angenehme Temperaturen am Sonntag, aber Windspitzen bis zu 45 km/h.

Am Sonntag ist es wieder soweit, zum 33. Mal geht der Vienna City Marathon, das größte Lauf-Event Österreichs, über die Bühne. Für die Teilnehmer ist, abgesehen von der wochenlangen Vorbereitung, auch das Wetter am Tage der Tage entscheidend.

9 bis 14 Grad

Die Temperaturen liegen laut dem Wetterdienst UBIMET bei 9 bis 14 Grad, allerdings überwiegen die Wolken und es weht mitunter lebhafter Nordwestwind. Dennoch kommen diese Bedingungen dem idealen Laufwetter durchaus nahe. Anders in der Vergangenheit: Von winterlichen Temperaturen und Schneefall bis hin zu Sommerwetter war bereits alles dabei.

Der Startschuss um 9 Uhr bei der UNO-City fällt bei vielen Wolken und Temperaturen um die 9 Grad, sogar letzte Regentropfen sind noch möglich. Zudem weht lebhafter Nordwestwind mit Böen um die 40 km/h.

Während des Marathons setzt sich aber trockenes und zumindest gelegentlich sonniges Wetter durch. Die Temperaturen steigen bis zum Nachmittag auf rund 14 Grad und der Wind lässt allmählich nach. „Die Chancen stehen somit ganz gut, dass die Teilnehmer für Ihre Mühen beim Zieleinlauf durch die Ringstraße mit etwas Sonnenschein belohnt werden“, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas.

Von Schnee bis Hitze gab es schon alles

Der Marathon ging in der Vergangenheit bei äußerst unterschiedlichen Wetterverhältnissen über die Bühne. So fand etwa der Zieleinlauf am 25. Mai 2003 bei schweißtreibenden 29 Grad statt. Am 13. April 1986 schneite es hingegen immer wieder und die Temperaturen kamen nur knapp über den Gefrierpunkt hinaus.

Das perfekte Laufwetter hängt im Grunde vom subjektiven Empfinden des Läufers ab. Studien zeigen allerdings, dass Temperaturen um die 10 Grad, Windstille und niederschlagsfreies Wetter die idealen Bedingungen bei einem Marathon sind. „Das Wetter heuer könnte somit den Läufern durchaus entgegenkommen“, sagt Lukas. „Einzig der Wind wirkt mitunter störend.“

Info

Der Weltrekord im Marathon wurde übrigens 2014 in Berlin vom Kenianer Dennis Kimetto bei ähnlichen Temperaturen erreicht. Die Strecke von 42,195 Kilometer legt er damals in 2:02:57 Stunden zurück.