Chronik | Wien
24.08.2017

Festnahme nach Mordversuch an Gebrauchtwagenhändler

Ein 44-Jähriger wird beschuldigt, einem Gebrauchtwagenhändler mit einem Klappmesser mehrere Stichverletzungen zugefügt zu haben.

Nach einem Mordversuch an einem Gebrauchtwagenhändler in Wien hat die Polizei einen 44-Jährigen festgenommen. Der Mann wird beschuldigt, dem Opfer am Freitag vergangener Woche mit einem Klappmesser mehrere Stichverletzungen zugefügt zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung des Beschuldigten in Wien-Floridsdorf wurde am nächsten Tag die Tatwaffe sichergestellt, berichtete die Polizei.

Der Streit zwischen den zwei Männern war in einem Autohaus in der Breitenfurter Straße in Wien-Meidling entbrannt. Der Täter hatte sein Auto zur Reparatur in der Werkstatt und wollte es abholen, der 42-jährige Besitzer wollte das Geschäft um 19.40 Uhr aber gerade zu sperren. Laut Polizei kam es zu einem Wortgefecht, das dann eskalierte.

Der 44-Jährige zückte ein Klappmesser und stach auf den Verkäufer ein. Das Opfer erlitt bei der Attacke Stich- sowie Schnittverletzungen im Bereich des Oberkörpers und wurde ins Spital gebracht. Laut Polizei ist eine Stichverletzung lebensbedrohlich gewesen, durch eine Not-Operation überlebte der Mann. Daher wurde die Anzeige laut Polizeisprecher Thomas Keiblinger von absichtlich schwerer Körperverletzung auf Mordversuch geändert.

Der Angreifer flüchtete im Pkw mit Bekannten, die ihn wegen der Abholung seines Autos zur Werkstatt gebracht hatten. Weil der Tschetschene jedoch bereits länger Kunde in der Werkstatt war, konnte er vom Opfer identifiziert und von der Polizei ausgeforscht werden.

Am Samstag vergangener Woche wurde der 42-Jährige in seiner Wohnung in Wien-Floridsdorf unter Mithilfe der WEGA festgenommen. In der Wohnung fand die Polizei das Klappmesser. Der Mann befindet sich in U-Haft.