Nicht mit mir!

© dpa-Zentralbild/Jens Wolf

Wien
11/21/2013

Ex-Banker veruntreute 2 Millionen Euro

Wertpapierkäufe zu Lasten von Kundendepots getätigt. Verdächtiger wurde festgenommen.

Ein 46-jähriger ehemaliger Bankangestellter soll in den vergangenen Jahren zwei Millionen Euro veruntreut haben. Den Beamten des Landeskriminalamtes Wien ist es nun gelungen den höchst professionellen mutmaßlichen Betrüger aus dem Verkehr zu ziehen. Die Ermittlungen ins Rollen brachte eine Anzeigenerstattung der internen Revision einer Bank. Im Zuge dieser Ermittlungen stellte sich heraus, dass der mittlerweile fristlos entlassene Filialleiter sich im Zeitraum von 2006 bis Ende Juli 2013 um 1,4 Millionen Euro unrechtmäßig bereichert hat. Er wurde am Dienstag in den Morgenstunden in seiner Wohnnung festgenommen und befindet sich in Haft.

Der 46-jährige Filialleiter einer Wiener Bank-Austria-Filiale lebte seit dem Jahr 2006 auf großem Fuß: Schöne Autos, ein Haus in Niederösterreich um eine Million Euro und sogar drei Pferde besaß er. Luxusurlaube waren sein Steckenpferd. Nun dürfte klar sein, woher das Geld stammt. Der 46-Jährige führte laut Polizei Wertpapierkäufe von 1,4 Millionen Euro zu Lasten von Kundendepots ohne Kundenauftrag durch. Er ließ die Abrechnungen fast ausschließlich auf fingierte Konten gutschreiben und in weiterer Folge buchte er die Erlöse auf das Konto seiner Ehefrau oder ein Eigenkonto bzw. behob dieses selbst in bar. Um die kriminelle Handlungen über Jahre hinweg zu verschleiern, soll der Tatverdächtige bankenintern mehrere unrechtmäßige Transaktions- bzw. Spesenverrechnungen getätigt haben.

Dadurch entstand der Bank ein Schaden von etwa 600.000 Euro. Bei den zumindest zehn bekannt gewordenen Opfern handelt es sich um betagte Personen. Der 46-jährige Tatverdächtige ist voll geständig.

Der Fall erinnert einen Weinviertler, der mit einer ähnlichen Masche 1,3 Millionen Euro veruntreut haben soll und kürzlich dingfest gemacht werden konnte.