Chronik | Wien
25.07.2017

Wien: "Bombendroher" aus U-Bahn stellte sich

Einer der beiden Verdächtigen, der in der U1 mit einem zweiten Mann über eine Bombe gesprochen haben soll, wurde wieder freigelassen.

Der Verdächtige hatte sich freiwillig bei der Polizei gemeldet, nachdem er das Fahndungsbild in der Zeitung gesehen hatte. Der Mann wurde am Vormittag im Landeskriminalamt Wien verhört. Der zweite Beschuldigte soll der Exekutive namentlich bekannt sein.

In der Einvernahme gab er an, sich nie über eine Bombe unterhalten zu haben. "Die Touristen müssen etwas falsch verstanden haben", meinte der Verdächtige gegenüber den Beamten. Der Mann wurde auf freiem Fuß angezeigt. Details zu der Person wurden vorerst nicht bekanntgegeben. Nach den beiden war auf Anordnung der Staatsanwaltschaft seit Montag mithilfe von Fotos gefahndet worden.

" Bombe auf fünf Minuten gestellt"
Touristen hatten am 17. Juli in der U1 in Fahrtrichtung Reumannplatz mitgehört, wie die zwei Männer auf Arabisch offenbar über einen Sprengsatz sprachen. Dabei soll einer von ihnen gesagt haben, er hätte „die Bombe auf fünf Minuten“ gestellt, zudem führten die beiden einen Koffer mit. Das Touristenehepaar mit Arabischkenntnissen verständigte die Stationsaufsicht. Der Zug wurde am Reumannplatz angehalten und durchsucht. Der Einsatz dauerte rund eine Stunde, die Beamten fanden jedoch weder die Verdächtigen noch den Koffer.