Chronik | Wien
06.02.2017

Wien: Bei Rettungseinsatz Dutzende Waffen entdeckt

74-Jähriger starb in seiner Wohnung, Polizisten stellten Waffen und Munition sicher.

Bei einem Rettungseinsatz am Sonntagabend in Wien-Leopoldstadt haben Einsatzkräfte in der Wohnung eines Pensionisten eine überraschende Entdeckung gemacht. Die herbeigerufenen Polizisten stellten Dutzende Waffen, darunter Faustfeuerwaffen und eine Sprenggranate, sichergestellt. Als die Beamten eintrafen, war der 74-Jährige bereits reglos. Reanimationsversuche blieben ohne Erfolg, ein Notarzt stellte nur mehr den Tod des Mannes fest.

Die Ex-Frau des 74-Jährigen verständigte gegen 18 Uhr den Notruf. Angehörige gaben an, dass der Pensionist Herzprobleme gehabt hatte. Der Totenbeschauarzt stellte eine natürliche Todesursache fest.

1500 Schuss Munition

In der Wohnung in der Nordbahnstraße fanden die Polizisten insgesamt 22 Waffen, mehr als 1.500 Schuss Munition sowie eine funktionstüchtige Sprenggranate, weshalb ein sprengstoffkundiger Beamter hinzugezogen wurde. Die Langwaffen waren alle registriert, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer. Vier Faustfeuerwaffen und ein Maschinengewehr hatte der Pensionist illegal besessen.