Chronik | Wien 21.09.2015

Afghane drohte vor Hofburg mit Benzinkanister und Suizid

© Bild: KURIER/Boroviczeny

69-Jähriger schrie auf Afghanisch Parolen. Einsatz mit Stromschocker.

Erst die Sondereinheit WEGA konnte einen 69-jährigen Afghanen am Montagmittag vor der Hofburg von seinem Vorhaben abhalten: Der Mann hatte sich laut Polizei vor die Präsidentschaftskanzlei auf die Straße gesetzt und sich sein Hemd ausgezogen. Mit dabei hatte er ein Messer und einen Benzinkanister.

Er schrie auf Afghanisch Parolen – als Passanten versuchten, ihn zu beruhigen, deutete er mit dem Messer an, sich selbst umzubringen. Die Spezialisten der WEGA setzten schließlich einen Stromschocker ein, um den Mann festnehmen zu können. Nachdem er überwältigt war, wurde er zur Erstversorgung in das AKH gebracht. "Wir wissen derzeit nicht, ob es sich bei dem Mann um einen Flüchtling handelt. Die Recherche in den Datenbanken hat aber ergeben, dass er bislang weder einen Asylantrag gestellt hat, noch in Österreich registriert wurde", erklärte Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Der Umstand, dass er weder Deutsch noch Englisch sprach, würde für die Annahme sprechen, dass sich der 69-Jährige womöglich erst seit Kurzem in Österreich aufhält. Sobald der verwirrte Mann medizinisch versorgt ist, wird die Polizei mittels Dolmetscher die Ermittlungen fortsetzen.

( kurier.at ) Erstellt am 21.09.2015