Chronik | Wien
24.01.2018

Wien: 63 Übergriffe auf Parksheriffs im vergangenen Jahr

Neun Mitarbeiter wurden dabei teilweise schwer verletzt. Insgesamt stellten die Parksheriffs 2017 1,2 Millionen Organstrafverfügungen aus.

Im Vorjahr sind in Wien insgesamt 63 Übergriffe auf Parksheriffs verübt worden, neun Mitarbeiter wurden dabei teilweise schwer verletzt. Die Beamten der Parkraumüberwachungsgruppe (PÜG) stellten rund 1,2 Millionen Organstrafverfügungen aus, dazu wurden 135.000 Anzeigen gelegt. Die Parksheriffs fanden bei ihren Kontrollen 188 gestohlene Fahrzeuge auf, so die Zahlen der Jahresstatistik 2017.

22 Polizisten und 500 Gemeindebedienstete sind in der PÜG tätig. Die Parksheriffs werden zur Gänze von der Stadt Wien bezahlt, sind dienstrechtlich und somit auch ausbildungstechnisch aber der Exekutive unterstellt. Sie überwachen den ruhenden Verkehr und die Kurzparkzonen. Immer wieder werden sie hierbei von uneinsichtigen Lenkern attackiert und beschimpft. 2016 wurden bei 60 Übergriffen vier Parksheriffs verletzt, 2015 gab es 90 tätliche Angriffe mit sechs Verletzten. Im Frühjahr 2017 waren die Parksheriffs wegen der Übergriffe nur noch in Zweier-Teams unterwegs, diese Maßnahme wurde nach wenigen Wochen jedoch wieder eingestellt.

14.000 Autos abgeschleppt

Wie weitere Zahlen der Bilanz zeigen, haben die Parksheriffs im Vorjahr insgesamt 2.210 "Kraftfahrzeugsmissbrauchsfälle" aufgeklärt. Bei solchen Situationen wurde die Versicherung nicht bezahlt, die Zulassung ist eigentlich aufgehoben und die Kennzeichen wären abzugeben. Dennoch fahren Lenker oftmals weiter, ohne dass bezahlt wird oder Versicherungsschutz besteht. Die PÜG-Mitarbeiter beantragten im Vorjahr außerdem rund 35.000 Abschleppungen, tatsächlich entfernt wurden rund 14.000 Fahrzeuge.

Bereits seit Herbst 2012 legen die Parkraumüberwachungs-Mitarbeiter auch Radklammern an - primär bei Fahrzeugen ausländischer Lenker, die Strafen offen oder eine Übertretung begangen haben sowie bei Dauerfalschparkern. Mehr als 4.000 Radklammern wurden 2017 angelegt. Diese werden erst wieder abgenommen, wenn die Strafe beglichen ist. Im Vorjahr wurden rund 27.000 Lenker angezeigt, weil ihr Paragraf-57a-"Pickerl" abgelaufen oder gefälscht war.