Chronik | Wien
07.02.2017

Wien: 500.000 Kilo Lebensmittel für Armutsbetroffene

"Wiener Tafel" ist täglich im Einsatz. © Bild: KURIER/Martin Gnedt

"Wiener Tafel" versorgte 19.000 Armutsbetroffene im Vorjahr mit Lebensmitteln.

Der soziale Verein "Wiener Tafel" hat im Vorjahr rund 19.000 Armutsbetroffene in 117 Sozialeinrichtungen mit 508.242 Kilogramm geretteten Lebensmitteln und Hygieneprodukten versorgt. Mit einem neuen Verteilerzentrum will der Verein die Zahl der geretteten Lebensmittel innerhalb der nächsten drei Jahre verdoppeln, hieß es in einer Aussendung am Dienstag.

Die "Wiener Tafel" bewahrt noch genießbare Lebensmittel vor dem Müll, übernimmt sie von Warenspendern und verteilt sie an Hilfsbedürftige. Das Spektrum der Kooperationspartner reicht von Obdachlosenbetreuungseinrichtungen, Mutter-Kind-Wohnheimen und Frauenhäusern bis zu Flüchtlingsherbergen und Beratungsinstitutionen. Um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, steigerte die "Tafel" ihre Hilfslieferungen von 472.505 Kilogramm im Jahr 2015 auf 508.242 Kilogramm im Jahr 2016. Auch der Verteilerkreis wuchs - er wurde um acht Einrichtungen erweitert.

Neues Verteilerzentrum

Mit einem neuen Lebensmittelverteilerzentrum mit eigener Lagerhalle, dem "Tafelhaus", am Großgrünmarkt plant die "Wiener Tafel" innerhalb von drei Jahren, die Menge an geretteten Lebensmitteln zu verdoppeln. Die Investitionskosten von rund 100.000 Euro seien zur Hälfte gedeckt, heißt es in der Aussendung. 250 Firmen- und Privatspender hätten das Projekt bisher unterstützt, weitere Unterstützer werden gesucht. Das neue Logistik-Konzept soll ab April stehen.