Chronik | Wien
11.03.2013

18-Jähriger drohte Eltern mit Umbringen

Mehrere Unterkunftsangebote der Stadt Wien abgelehnt - auch Polizisten attackiert.

Ein 18-Jähriger ist am Sonntag in Wien offenbar völlig ausgerastet und hat seine Eltern mit dem Umbringen bedroht. Der junge Mann war am Vortag, dem Tag seines 18. Geburtstages, aus einer niederschwelligen betreuten Einrichtung der Stadt Wien für Jugendliche entlassen worden. Laut Herta Staffa, Sprecherin der für diese Einrichtung zuständigen Wiener Magistratsabteilung 11, waren ihm mehrere Unterkunftsmöglichkeiten genannt worden, er habe aber alle abgelehnt. Stattdessen dürfte er am Sonntag zu seinen Eltern gefahren sein und dort einen Streit vom Zaun gebrochen haben.

Staffa korrigierte damit Angaben der Polizei, die zuvor in einer Aussendung davon gesprochen hatte, dass der Verdächtige aus einem betreuten Krisenzentrum weggewiesen worden sei und erst 17 war. Staffa betonte, dass die in dieser Einrichtung betreuten Personen am Tag ihrer Volljährigkeit ausscheiden müssten und dass das bei dem jungen Mann eben am Samstag so weit gewesen sei. Er habe an diesem Tag seinen 18. Geburtstag gefeiert.

Eltern mit Umbringen bedroht

Laut Polizei fuhr der 18-Jährige am Sonntag gegen 10.00 Uhr zu seinen Eltern in die Bräuhausgasse in Margareten und brach sofort einen Streit von Zaun. Mehrfach bedrohte er seine Eltern mit dem Umbringen, sein Vater verständigte daraufhin die Exekutive.

Das Eintreffen der Beamten brachte den jungen Mann aber nur noch mehr in Rage. Er beschimpfte und bedrohte die Polizisten. Als sie ihn aufforderten, die Wohnung zu verlassen, ging er mit Fäusten und Füßen auf die Uniformierten los und deckte sie mit Schlägen und Tritten ein. Die Polizisten nahmen ihn fest und zeigten ihn mehrfach an.