Sonne sorgt für volle Gastgärten

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Foto: KURIER /Franz Gruber Aufgrund des schönen Wetters wurden die blauen Enzis knapp ein Monat früher als üblich im MuseumsQuartier aufgestellt.

Das milde Wetter lockt die Menschen ins Freie und sorgt für Umsatzplus bei Gastronomen.

Ins Buch vertieft, Kaffee trinken oder einfach nur die Sonnenstrahlen genießen – das Wiener MuseumsQuartier ist am Montagnachmittag gut gefüllt. Dabei stehen den Besuchern nicht nur die Plätze in den Gastgärten oder die Steinmauern zu Verfügung, auch die blauen Enzis wurden bereits wieder aufgestellt. Aufgrund des milden Wetters wurden die 72 Outdoor-Loungemöbel knapp ein Monat früher als üblich wieder an ihren Platz ins Freie getragen.

Auch Anton Klaghofer, Restaurantleiter des Lokals daily im MuseumsQuartier, freut sich über den vielen Sonnenschein. "Am Wochenende hat die Schlange fürs Take-away bis zur Tür gereicht", sagt Klaghofer. "Die Leute hungern nach Sonne und Wärme." Und der Gastronom merkt: "Die Gäste sind bei schönem Wetter gleich viel entspannter." Das findet auch Studentin Marianne List: "Sobald es schön ist, bin ich fast täglich hier. Das MuseumsQuartier ist einfach eine Ruheinsel."

Schönwetter hält an

Das frühlingshafte Wetter, das die Menschen seit vergangenem Wochenende ins Freie lockt, wird noch die gesamte kommende Woche anhalten. Bei nur einzelnen Wolken werden die Temperaturen in der Bundeshauptstadt kontinuierlich nach oben klettern; Höchstwerte liegen bei 19 Grad.

Ein Umstand, von dem vor allem Wiens Gastronomie profitiert. Vor den Eissalons stehen die Menschen Schlange, die Gastgärten sind "bummvoll", wie es beispielsweise aus dem Trend-Lokal Neni am Naschmarkt heißt.

… Foto: KURIER /Franz Gruber Freie Tische gibt es vor dem Palmenhaus derzeit kaum. Der Hochbetrieb kommt früher als sonst

Emilio Amiel, Filialleiter des Eissalons Bortolotti in der Mariahilfer Straße 22 ist mit dem Saisonbeginn sehr zufrieden. "Hoffentlich bleibt das so – denn wenn es regnet, gibt es für uns nichts zu tun." Seit 26. Februar haben alle fünf Bortolotti-Filialen wieder geöffnet. Auch Zanoni hat seit Samstag alle Lokale geöffnet. Woran Junior-Chef Mauro Zanoni merkt, dass es wieder Frühling ist: "Die Menschen essen jetzt vor allem Milcheis – im Sommer boomt dann das Fruchteis." Das ist bei heißen Temperaturen erfrischender.

… Foto: KURIER /Franz Gruber Relaxen im Burggarten

Auch Tibor Dankai, stellvertretender Restaurantleiter im Palmenhaus, bemerkt unterschiedliche Wünsche der Gäste. "Jetzt trinken die Leute vor allem Kaffee und Tee." Wenn es richtig heiß wird, wechseln die Kunden zu kalten Getränken. Besonders begeht sind Aperol-Spritzer. Der Umsatz sei aufgrund des Wetters derzeit stärker als im Vorjahr.

Besucherplus

Im Tiergarten Schönbrunn ist ebenfalls ein deutliches Umsatzplus zu verzeichnen: In den ersten zwei Monaten des heurigen Jahres hat es beinahe doppelt so viele Besucher gegeben wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Alleine vergangenes Wochenende spazierten insgesamt 21.000 Besucher durch den Zoo; konnten die kürzlich erwachten Sumpfschildkröten besichtigen oder den Löwen beim Sonnenbad zusehen.

stadt wien setzt blumen… Foto: Christian HOUDEK Die Gärtner der Stadt haben derzeit viel zu tun

Bei der Wiener Stadtverwaltung ist indes Frühjahrsputz angesagt. Zusätzlich zu den – heuer orangefarbenen – Tulpen und Stiefmütterchen, die bereits im Herbst eingesetzt wurden, kommen weitere 234.000 Frühjahrsblüher dazu, die derzeit von Wiens Gärtnern in der ganzen Stadt eingepflanzt werden. Auch die Parkanlagen werden auf Vordermann gebracht. Bei den Spielgeräten werden Sicherheitskontrollen durchgeführt, auf den Spielplätzen der Sand ausgetauscht und Bänke werden wieder zurechtgerückt.

Das aktuelle Wetter für Wien

Was Wien im März zu bieten hat

A wie alles neu: Der bevorstehende Frühling ist die ideale Zeit, um neue Wege zu beschreiten. Das Kunsthallen Cafe am Karlsplatz hat dies zum Beispiel getan. Die Neueröffnung soll am 20. März stattfinden. Man darf gespannt sein.
  B wie Botanischer Garten: Der Botanische Garten der Universität Wien lädt dazu ein, den Frühlingsbeginn hautnah zu genießen. Ab 1. März können bei freiem Eintritt exotische Blüten wie die Chinesische Winterblüte oder das Japanische Adonisröschen betrachtet werden. C wie Chillen: Die warmen Sonnenstrahlen ziehen uns nach draußen, jetzt lässt es sich besonders gut an der frischen Luft entspannen. D wie duftende Frühlingsblumen: Auch Hyazinthen, Veilchen, Tulpen … all diese Frühblüher lassen bereits im März die Herzen höher schlagen. E wie Eissalon: Schleckermäuler aufgepasst! Die ersten Eissalons eröffnen, und auch das Eis des Jahres wird im März gekürt. F wie Faschingsdienstag: Am 4. März wird noch einmal richtig gefeiert. Ab Aschernmittwoch ist dann Schluss mit der närrischen Zeit. G wie Gute Erde: Wie jedes Jahr beginnt die MA 48 auch heuer im März wieder mit dem Verkauf der Torffreien Erde "Guter Grund" aus der Wiener Biotonne. Diese ist auf allen Mistplätzen und beim 48er-Basar in 18- und 40-Liter-Säcken zum Preis von drei beziehungsweise fünf Euro erhältlich. H wie Hochspannung: Die gibt es am 2. März im Technischen Museum. Für knisternde Erlebnisse sorgt hier u.a. der „singende Tesla“, ein Transformator, der mit Blitzen und Funken Musik macht. I wie Igel: Da der Winter äußerst mild gewesen ist, wird man bereits im März die ersten Igel sichten können, die aus dem Winterschlaf erwacht sind. Jetzt ist im Straßenverkehr besondere Vorsicht geboten. J wie Ja, ich will! Ob Schloss, Park oder edles Jugendstil-Gewächshaus – für Heiratswütige hat Wien einige traumhafte Plätze zu bieten. Und im März sind die Terminkalender der Standesbeamten vielleicht auch noch nicht so voll. K wie Kinderspielplätze: In Wien wird im März auf den über 500 Spielplätzen wieder Großputz gemacht. Unter anderem werden die Spielgeräte überprüft und der Spielsand ausgetauscht. L wie Lobau: Wer sich für Biber, Tierspuren oder die heimische Vogelwelt interessiert, dem bietet das "nationalparkhaus wien-lobAU" im März Wanderungen durch das Auengebiet der Donau. M wie Messen: Auch die Messetradition wird im März hochgehalten. Gleich drei Messen finden in diesem Monat statt. Mineralien und Fossilien gibt es bei der Mineralium zu sehen, bei der BeSt kann man sich über Beruf, Studium und Weiterbildung informieren, während sich die Senior Aktuell  als Treffpunkt der Generationen versteht. N wie Neugestaltung: Die Bürger-Umfrage zur Neugestaltung der Mariahilfer Straße läuft noch bis 7. März. Noch am selben Tag könnte auch das Ergebnis feststehen. O wie Ostermärkte: Die Ostermärkte haben eigentlich erst im April Saison. Der Ostermarkt am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf beginnt aber bereits am 13. März.
  P wie Prater:  Am 15. März öffnen der Vergnügungspark und die Freiluftgastronomie im Wiener Prater wieder ihre Pforten. Qu wie Quittenspritzer: Das perlende Getränk gibt einen feinen Vorgeschmack auf den Sommer. R wie Radfahren: Zeit, die Fahrräder aus dem Keller zu holen. Die Stadt Wien bietet eine Reihe Servicestellen, bei denen die Drahtesel nach dem Winter straßenfit gemacht werden können. S wie "Schani, trag den Garten raus!“: Das heißt es ab 1. März wieder in Wien. Wir haben für Sie die schönsten Schanigärten der Hauptstadt zusammengetragen.
  T wie Tanzen: Am 9. März laden die 30 Wiener Tanzschulen zum Tag der offenen Tür. U wie U1-Verlängerung: Ab 1. März 2014 starten die Bauarbeiten für die oberirdisch gelegenen Stationen Neulaa und Oberlaa. Die Linie 67 fährt dann nur noch bis zur Alaudagasse. Von dort verkehrt die neue Ersatz-Buslinie 67E durch die Per-Albin-Hansson-Siedlung bis nach Oberlaa. V wie Volksgarten: In der Volksgarten-Clubdisco wird am 4. März das "Große Volksgarten Faschingsfest" begangen. Beginn: 23 Uhr, wer verkleidet kommt, bezahlt nur die Hälfte des Eintrittes (€ 6,- statt € 12,-) W wie Wissenschaft: Vom 4. bis 7. März findet in der VHS Urania auch heuer wieder die "University Meets Public Schwerpunktwoche" statt. Thema in diesem Jahr: "gelebte Mehrsprachigkeit".

  X wie Garage X: Das Theater am Petersplatz in der Wiener Innenstadt bietet zusammen mit dem Klub X den ganzen März über ein Programm für Theaterfreunde und alle, die es noch werden wollen.

(Im Bild: Harald Posch und Ali Abdullah (r.) von Garage X mit dem Nestroy in der Kategorie "Spezialpreis" im Jahr 2012) Y wie Yoga: Der Frühling eignet sich gut für die sanfte Sportart, und in Wien bieten sich viele schöne Plätze dafür an, zum Bespiel die Donauinsel. Z wie Zum Fürchten: Böse Dinge gibt es im Hofmobiliendepot zu sehen. 100 Jahre Kitsch und allerlei anderes makaberes Zeug.
Stichwort Lebensgefühl: Zu Hause sterben die Leute, heißt es. Hand aufs Herz: Ist diese Wiese nicht tausendmal facettenreicher als das Fernsehprogramm? Gehen Sie raus, genießen Sie den Frühling. Dem Hund ist das Fernsehprogramm zwar egal, aber für ihn gilt ebenso wie für sein Herrl: Wenns Herz brummt, ist der Kreislauf gsund. Die WHO empfiehlt übrigens, täglich 10.000 Schritte zu tun, davon sind vor allem die Büromenschen meilenweit entfernt. 10.000 Schritte sind gut und gerne 6,7 Kilometer. Wer es effizienter mag, der geht sie nicht, der läuft - etwa hier auf der Donauinsel.  Moderates Laufen oder schnelles Gehen erhöht die Lebenserwartung. Unterwegs trifft man oft nette Menschen, wie hier den Wiener Radfahrerkoordinator Martin Blum.  Jedenfalls wird beim Gehen Stress abgebaut. Die eher monotone Bewegung entspannt und wirkt fast meditativ. Wer mag, kann natürlich auch wandern. Dabei werden, so die Mediziner, Waden-, Schienbein- und Oberschenkelmuskulatur trainiert, Gelenke und Knochendichte gestärkt sowie die Ausdauer bzw. das Herz- und Kreislaufsystem trainiert. Wir lassen an dieser Stelle die Wiener Fremdenführerin Regina Macho für sich sprechen. Die ist fit wie ein Turnschuh. Warum? Richtig! Weil sie sich gerne und viel bewegt. Und das verbraucht zwei- bis zehnmal so viele Kalorien wie im Ruhezustand. Velleicht wollen Sie sich ja auch wieder einmal eine Torte und eine Melange gönnen, ohne gleichzeitig die Kalorientabelle im Kopf zu haben. Dazu nur so viel: Wer regelmäßig geht, kann sein Gewicht, den Blutzucker verringern und viele andere Blutwerte verbessern sowie sogar Übergewicht abbauen. Tempo, Tempo! Also könnten Sie gleich heute am Nachmittag damit beginnen. Nach dem Prinzip: Heute gehe ich eine Straßenbahnstation zu Fuß, morgen zwei und so weiter und so fort. Und an dieser Stelle gleich noch ein Motivationsschub: Dem Ehepaar Günter und Marietta Wild sieht man deshalb das Alter nicht an, weil sie sich ständig bewegen. Auf dem Rad, aber auch beim Nordic Walking. Deshalb sollte man mit den beiden besser auch nicht Armdrücken. Reden sollten wir auch über den Vitamin-D-Mangel nach einem langen Winter. Vitamin D, das Allrounder-Vitamin, das unser Immunsystem genauso stärkt wie unsere Knochen. Und es wird eher nicht beim Blick in den Fernseher produziert. Sondern bei einem Frühlingsspaziergang im Sonnenlicht.
Der Sommer kann kommen: Der Moderiese Primark veröffentlicht in den nächsten Tagen seine Sommer 2014-Kampagne. Der KURIER darf die Fotos, die schon jetzt Lust auf Sonne, Strand und Poolpartys machen, vorab veröffentlichen. 50ies-Style: Knielange Bustierkleider mit Details wie Maschen im Dekolleté und ... ... Jeans-Einteiler à la Automechaniker erinnern an die guten, alten Zeiten. Blumenmuster dürfen bei der neuen Primark-Kollektion, die vom Karneval und vom Afroclash inspiriert ist, natürlich nicht fehlen. Ein Muss diesen Sommer: bauchfrei. Aber bitte nur bei schönen, flachen Bäuchen. Optimal kombiniert wird dieser Trend zu weiten Merlene-Hosen. Wieder erlaubt: Sportliches und schickes dürfen zusammen getragen werden. Auch bei der Bademode orientierte man sich an den 50ern mit Retro-Schnitt und exotischen Drucken. Männer dürfen in den Sommermonaten übrigens ebenfalls Blumenmuster tragen, am besten in Kombination mit anderen Motiven - zwecks Mustermix.
(kurier) Erstellt am
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