Chronik | Wien
26.02.2015

Westausfahrt: Nur kleine Arbeiten im Wahljahr

Nach Westeinfahrt-Debakel sollen Autofahrer heuer verschont bleiben. Größere Sanierung kommt zu Ostern 2016.

Die Großsanierung der Wiener Westeinfahrt hat im Vorjahr für zahlreiche Staus und harsche Kritik am Baustellenmanagement der Stadt gesorgt. Heuer ist die Westausfahrt an der Reihe. Autofahrer sollen diesmal aber großteils verschont bleiben - immerhin ist heuer ein Wahljahr. Denn 2015 stehen nur kleine Arbeiten an. Den größeren Brocken inklusive Behinderungen hebt man sich für 2016 auf.

Man habe in den vergangenen Monaten eine Reihe von Untersuchungen an der vielfrequentierten Ausfallstraße durchgeführt, sagt Wiens neuer Baustellenkoordinator Peter Lenz. Dabei habe sich herausgestellt, dass „nicht wahnsinnig viele Sachen“ repariert werden müssten - nicht zuletzt deshalb, da schon in den vergangenen Jahren immer wieder Teilsanierungen stattgefunden hätten.

Somit hat man sich für das heurige Jahr lediglich die Behebung einzelner Asphaltschäden etwa bei der Hütteldorfer Brücke vorgenommen. Das könne in der Nacht erledigt werden, womit Autofahrer ein der Westeinfahrt ähnliches Szenario erspart bleiben soll. Die Arbeiten finden zudem nicht im Sommer, sondern im Herbst statt, kündigt Lenz an.

Ostern 2016

Damit ist die Sache allerdings noch nicht erledigt. Denn für Ostern 2016 wird noch das Straßenstück zwischen Grünbergstraße und Kennedybrücke auf Vordermann gebracht. „Das könnte ein bisschen was Größeres werden“, meinte Lenz. Dass man sich etwaige, damit verbundene Verkehrsbehinderungen für kommendes Jahr aufhebt, hänge mit der Wien-Wahl im heurigen Herbst (11. Oktober) nicht zusammen, sagt Lenz: „Das hat mit Wahlen überhaupt nichts zu tun.“ Bis zur U4-Teilsperre im Zuge der Generalsanierung der angeschlagenen U-Bahn-Linie ab Mai 2016 müsste die Angelegenheit im Hinblick auf den nötigen Schienenersatzverkehr, der eventuell mit Bussen durchgeführt wird, abgeschlossen sein.

Die großflächige Renovierung der Westeinfahrt hatte Autofahrer im Sommer viel Nerven gekostet. Ein Abschnitt wurde unbeabsichtigt zum Nadelöhr, was massive Staus zur Folge hatte. An den verantwortlichen Stellen wurde scharfe Kritik geübt - unter anderem von der Volksanwaltschaft, deren Prüfbericht ein Versagen bei Bauaufsicht, Baustellenkoordination und Exekutive feststellte. Die Stadt sah in der ausführenden Baufirma die Schuldige und verwies auf nicht eingehaltene Bescheide.
Nicht zuletzt wurde deshalb das Baustellenmanagement der Stadt umgekrempelt. Neo-Koordinator Lenz soll für bessere Planungen, eine intensivere Zusammenarbeit der zuständigen Stellen und umfassendere Information sorgen.