Chronik | Wien
29.03.2017

Vier Kindergärten gerettet, ein Standort muss schließen

Betreuung ist noch bis Freitag gesichert

Das Ringen um die "Oase des Kindes"-Niederlassungen geht weiter. Zumindest vier Standorte der insgesamt neun dürften gerettet sein – das wurde zumindest auf der Homepage des Vereins verlautbart.

Konkret geht es um die Standorte Reinlgasse, Dückegasse, Strohgasse und Rankgasse. "Da gibt es bereits fixe Verträge", bestätigt Obmann Robert Wrabel. Heute, Donnerstag, soll die Übergabe von zwei weiteren Kindergärten erfolgen. Doch so lange die Verträge nicht unterschrieben sind, wolle man sich dazu nicht äußern. Ebenso wenig darüber, wer die neuen Betreiber sind.

Gerichtsverfahren

Mit Sicherheit geschlossen wird der Oase-Kindergarten in der Taborstraße 48. "Aktuell ist ein Gerichtsverfahren mit dem Vermieter anhängig", sagt Wrabel. Deshalb würde sich auch kein neuer Betreiber finden. "Ohne Mietvertrag, kein neuer Träger. Die Leidtragenden sind die Kinder." Rund 20 Kinder sind hier betroffen.

Noch keine Pläne gebe es für die übrigen zwei Oase-Kindergärten. "Es gibt aber weiterhin Verhandlungen und Treffen", erklärt der Obmann. Die Zeit drängt. Denn die Betreuung ist nur noch bis Freitag gewährleistet. Die MA 10 hilft betroffenen Eltern bei der Suche nach einem neuen Kindergartenplatz.

Wie berichtet, hatte die Stadt Wien den Oase-Kindergärten die Förderungen gestrichen – der Betreiber soll die Stadt über die Fördervoraussetzungen getäuscht haben. Denn es wurde nicht angegeben, woher das Geld für die Finanzierung kam. Und da kommt ein ehemaliger Kindergarten-Betreiber ins Spiel, gegen den wegen Untreue, Fördermissbrauchs und betrügerischer Krida ermittelt wird.