Chronik | Wien
02.06.2017

Vier Festnahmen nach Messerstecherei in Wien

Streit begann in einem U1-Zug. Mit Hilfe von Zeugenaussagen und Videoaufzeichnungen einen Tag nach der Tat festgenommen.

Die Polizei hat nach einer Messerstecherei in Wien-Favoriten, bei der am Dienstag in der Raaber Bahngasse ein 26-Jähriger lebensgefährlich und ein 24-Jähriger an der Hand verletzt wurde, vier Burschen bzw. Männer im Alter von 16 bis 28 Jahren festgenommen. Laut Patrick Maierhofer dürfte es im Kern um eine Auseinandersetzung zwischen Afghanen und Tschetschenen gegangen sein.

Auf die Spur der vier Verdächtigen kamen die Ermittler der Außenstelle Süd des Landeskriminalamtes Wien durch Zeugenaussagen und Videoaufzeichnungen.

Vier Asylwerber aus Afghanistan

Bei allen vier handelt es sich um Asylwerber aus Afghanistan. Sie waren mit dem Opfer, einem 26-jährigen Tschetschenen, bereits in einem Zug der U1 in Streit geraten. In der U1-Station Keplerplatz stiegen sie aus, in der nahegelegenen Raaber Bahngasse kam es dann zur Rauferei, in deren Zuge einer der Verdächtigen ein Küchenmesser zückte und es dem 26-Jährigen in den Bauch rammte.

Die Vier flüchteten zunächst. Einen Tag später wurden sie festgenommen. Zu den Vorwürfen äußerten sie sich zunächst nicht.