Der 29-Jährige wurde zu 20 Monaten bedingter Haft verurteilt.

© APA/GEORG HOCHMUTH

Prozess
10/24/2013

Vergewaltigte musste im Spital sechs Stunden warten

Der 28-jährige Täter wurde zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt.

Eine 35-jährige Wienerin wurde nachts nach einem Disko-Besuch von einem Lagerarbeiter überfallen, hinter ein geparktes Auto gezerrt und vergewaltigt, als sie sich gerade ein Taxi rufen wollte. Die traumatisierte Frau war geistesgegenwärtig genug, sofort ins Kaiser-Franz-Josef-Spital zu fahren, um sich untersuchen zu lassen. Doch ließ man sie dort geschlagene sechs Stunden warten. Erst dann wurde das Opfer behandelt.

Strafrichterin Susanne Lehr konnte das am Donnerstag beim Prozess gegen den Vergewaltiger nicht fassen. Sie sprach der Frau und einer vom selben Täter ebenfalls auf der Straße vergewaltigten 23-jährigen Wienerin je 3000 Euro Schmerzensgeld zu. Der 28-Jährige (Verteidigung Rudolf Mayer) wurde zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt.

„Das ist ein bisschen ein Dachschaden bei mir gewesen“: So verantwortete sich der Angeklagte. Erst am nächsten Tag sei ihm bewusst geworden, dass er „etwas Schlechtes“ gemacht habe.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare