Polizei-Roboter Telemax

© APA/POLIZEI

Wien
04/25/2016

"Verdächtiges Paket" in Museum entdeckt

Der Entschärfungsdienst rückte aus, ein Roboter hat das Päckchen geöffnet.

Im Kunsthistorischen Museum in Wien ist Montagvormittag ein verdächtiges Paket aufgetaucht. Da zunächst nicht mit Sicherheit feststand, dass der Inhalt harmlos ist, sperrten Polizei und Feuerwehr die Umgebung ab. Der Entschärfungsdienst rückte aus, am frühen Nachmittag sollte ein Roboter das Päckchen öffnen.

Ein Mitarbeiter hatte gegen 10.40 Uhr im Museum das Paket, das laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer kleiner als das DIN-Format A5 ist, im Haus entdeckt. Laut Absender kam es "aus dem Ausland", diese Angaben seien aber nicht verifizierbar.

Nebeneingang abgeriegelt

Das Päckchen wurde vorsichtig in den Hinterhof gebracht. Ein Sprengstoffspürhund sorgte zunächst nicht für eine Entspannung der Situation: Das Tier zeigte nicht eindeutig an, dass das Paket harmlos sei.

Die Feuerwehr sicherte den Hof darauf mit Sandsäcken. "Es besteht keine Gefährdung", betonte Maierhofer. Am Nachmittag rückte der Polizei-Roboter Telemax aus. Mit seiner Hilfe und einem Wassergewehr sollte das Paket geöffnet werden.

Der Nebeneingang zum Museum am Burgring war zunächst abgeriegelt. Etliche Feuerwehr- und Polizeiautos waren vorgefahren.

Montag ist das KHM zu

Das Päckchen unbekannten Inhalts sei einem Mitarbeiter beim Schlichten der Post verdächtig erschienen, der daraufhin die Polizei alarmierte. "Für uns steht die Sicherheit im Vordergrund", sagte KHM-Pressesprecherin Nina Auinger-Sutterlüty.

Von Anfang an hatten sich übrigens keine Besucher im Kunsthistorischen Museum am Maria-Theresien-Platz in der Wiener Innenstadt befunden: Montage sind Schließtage im KHM. Das Bundesmuseum ist eine der meistbesuchten Wiener Sehenswürdigkeiten. Im Haupthaus am Burgring befinden sich u.a. die berühmte Gemäldegalerie, die Ägyptisch-Orientalische Sammlung, die Antikensammlung und die Kunstkammer Wien.

Keine Bombe, keine Attrappe

Polizei-Roboter Telemax hat das Päckchen jedenfalls als harmlos enttarnt. Es war weder sprengfähig, noch handelte es sich um eine Bombenattrappe, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Im Kuvert enthalten waren elektronische Teile.

"Die Feuerwehr hat die Reste gesichert. Sie werden ins Labor gebracht und untersucht", sagte der Sprecher. Außerdem werde nach dem Absender des dicken Kuverts gesucht. "Es hat zu keiner Zeit Gefahr bestanden", betonte Maierhofer. Die Intention hinter der Postsendung sei noch unklar.

Wieder Normalbetrieb im KHM

Indes wurde bekannt, dass das Wiener Kunsthistorische wird am Dienstag wieder öffnen wird und wie jeden Tag außer montags Besucher einlässt. "Der Betrieb läuft ungestört wie gewohnt", sagte KHM-Generaldirektorin Sabine Haag. In einigen Tagen seien die Ergebnisse der Untersuchung des "verdächtigen Päckchens" zu erwarten, das am Montag einen Polizeieinsatz verursacht hatte.

Die Routineabarbeitung der Sicherheitsprotokolle, die für einen solchen Fall vorgesehen sind, hätten reibungslos geklappt. Nur ein kleiner Teil der an Schließtagen im Museum anwesenden Mitarbeiter - Wissenschafter, Restauratoren, Sicherheitsleute, Marketing- und Eventverantwortliche etv. - hätten während des Einsatzes aus dem Gebäude evakuiert werden müssen, "eine Handvoll", sagte Haag. Alles sei ohne Panik abgelaufen.

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