Chronik | Wien
25.01.2018

Vassilakou schickt Flächenwidmung am Althangrund zurück an den Start

Nach Abschluss des Architekturwettbewerbs soll ein Flächenwidmungsverfahren über das gesamte Areal gestartet werden.

Die bereits in die Wege geleitete Flächenwidmung für die umstrittene Umgestaltung des Franz-Josefs-Bahnhofs und seiner Umgebung (9. Bezirk) wird vorerst auf Eis gelegt. Das gab Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (G) am Donnerstag im Gemeinderat bekannt. Nach Gesprächen mit dem Bezirk, dem Investor 6B47 und Anrainern habe sie entschieden, dass das Widmungsverfahren nicht weiterverfolgt wird, sagte Vassilakou.„Jetzt wird das Ergebnis des laufenden Wettbewerbs abgewartet und dann ein neues Widmungsverfahren über das gesamte Areal gestartet.“

Zwischen Julius-Tandler-Platz und Post sollen Wohnungen, Büros und Geschäfte entstehen. Ursprünglich sollte die Fläche in zwei Schritten gewidmet werden. Für das Bank-Austria-Gebäude hatte die MA 21 bereits Flächenwidmungs- und Bebauungsbestimmungen ausgearbeitet. Für den dahinter liegenden Bereich, in dem bis zu 126 Meter hohe Hochhäuser errichtet werden könnten, schlug sie vorerst nur eine Flächenwidmung vor. Bebauungsbestimmungen, die die Gebäudehöhe definieren, sollten nach Abschluss des derzeit laufenden Architekturwettbewerbs ausgewiesen werden. Der entsprechende Planentwurf lag bis Mitte Jänner öffentlich auf. Die Bezirksvertretung lehnte ihn jedoch ab und verlangte ein Widmungsverfahren für das gesamte Areal.

Ergebnisse des Wettbewerbs sollen im April vorliegen. Laut 6B47-Vorstandschef Peter Ulm haben sich rund 60 Architekten die Wettbewerbsunterlagen abgeholt.