Die noch unbekannten Täter stürmten die Schmuckwerkstatt in der Spiegelgasse, zertrümmerten mehrere Vitrinen und flüchteten mit Beute.

© APA/HERBERT NEUBAUER

Chronik Wien
10/20/2014

Überfall auf Wiener Innenstadtjuwelier

Zwei Männer mit Hämmern zertrümmerten Vitrinen in dem noblen Schmuckgeschäft.

von Michaela Reibenwein

Dieser Coup war minutiös geplant: Am Montag um 14 Uhr stürmten zwei Männer den noblen Innenstadt-Juwelier Skrein in der Spiegelgasse. Mit Hämmern in den Händen bedrohten sie die Mitarbeiter. Dann zertrümmerten sie mehrere Vitrinen, streiften die Beute ein und waren schon wieder weg. Nur eine Minute dauerte der Blitz-Coup.

Richtig reagiert

„Vier Mitarbeiter waren vor Ort, als das passiert ist. Sie haben richtig reagiert. Schließlich machen wir spezielle Schulungen im Fall von Überfällen“, sagt Inhaber Alexander Skrein. Sprich: Die Mitarbeiter leisteten keinen Widerstand und verständigten umgehend die Polizei. Sie wurden nicht verletzt.

Was genau gestohlen wurde, ist noch nicht bekannt. Die Schadenssumme könnte aber bis zu 500.000 Euro betragen. In den Vitrinen der Schmuckwerkstatt finden sich ausnehmend exklusive Stücke.

Die beiden Täter, vermutlich beide um die 25 Jahre alt, flüchteten nach dem Überfall links in die nächste Seitengasse. Dann verliert sich ihre Spur. Die Täterbeschreibung ist vage: Die Männer hatten ein südländisches Aussehen. Sie waren dunkel bekleidet und trugen Schirmkappen. Sie dürften etwa 1,70 Meter groß sein. Die Polizei sicherte sich neben den Bildern aus der Überwachungskamera des Juweliers auch die Aufnahmen aus der nahe gelegenen U-Bahn-Station Stephansplatz. Auch wird ermittelt, ob es sich bei den Männern um Mitglieder der berüchtigten „Pink Panther“-Bande handeln könnte – zumindest das Zertrümmern der Vitrinen mit Hämmern spricht dafür.

Gefährliche Nobelmeile

Es handelte sich übrigens um den ersten Überfall bei Skrein. Und zuletzt war es, zumindest in der Wiener City, relativ ruhig geworden, was Juwelier-Überfälle betrifft. Der jüngste ereignete sich im vergangenen Juli. Damals hatten zwei Täter am Samstagvormittag einen Juwelier in der Singerstraße überfallen. Sie drohten mit Pistolen, fesselten den Geschäftsinhaber und raubten Geld und Schmuck.

Dem Inhaber gelang es, sich selbst zu befreien. Danach verständigte er die Polizei. Die Täter waren bei dem Überfall mit Sonnenbrillen maskiert.

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