Verena Altenberger schätzt die italienischen Gerichte im „Il Bio“

© KURIER/Gerhard Deutsch

Wien-Neubau
03/19/2017

Treffpunkt Wien: Verena im Reich der Prinzen

Im Fernsehen ist Verena Altenberger als Altenpflegerin Magda zu sehen. Privat geht sie oft ins "Il Bio".

von Anna-Maria Bauer, Paul Batruel

Manchmal ist der Zufall der beste Gehilfe. Bei einem Spaziergang durch Wien-Neubau hat Schauspielerin Verena Altenberger ihr heutiges Lieblingslokal, das "Il Bio", entdeckt. Und auch ihre bis dato größte Fernsehrolle als Hauptfigur in der RTL-Sitcom "Magda macht das schon", hat die gebürtige Salzburgerin einer Fügung des Schicksals zu verdanken.

"Als ich das Mail für das Casting zur Serie von meinem Agenten bekommen habe, bin ich gerade in der Kantine des Konservatoriums gesessen", erzählt sie, nachdem sie an diesem Märzabend auf einem der bunten Sessel im "Il Bio" Platz genommen hat. "Das Casting sollte in zwei Tagen stattfinden. Und dann stand da noch, ich müsse mit polnischem Akzent sprechen. Ich dachte nur, oh Gott, wie mach ich das? In dem Moment brachte mir Köchin Bernadeta einen Kaffee und wünschte einen guten Appetit – mit polnischem Akzent. Und ich dachte: Bingo!"

Zwei Tage später konnte sie ausgestattet mit Bernadetas Tipps beim Casting dann auch wirklich überzeugen. Und am 5. Jänner dieses Jahres war Magda, die polnische Altenpflegerin, die das Familienleben ihrer Arbeitgeber aufmischt, dann erstmals im Fernsehen zu sehen.

Bevor Verena Altenberger weiter erzählen kann, wird ihr von Lokalchefin Andrea Prinz ihre Leibspeise serviert: Burrata, ein weicher Mozzarella auf lauwarmer Tomatensauce mit Rucola.

Bio in der Burggasse

Das Lokal führt Andrea Prinz gemeinsam mit ihrem Mann Roland. Wie es dazu kam, dass zwei Österreicher, noch dazu eine Journalistin und ein Optiker, ein italienisches Restaurant eröffneten? "Wir haben diese Küche einfach so gerne", antwortet Prinz.

Anfangs hatten sie einen Delikatessenladen in Hietzing; 2009 kam dann der Umzug in die Burggasse und aus dem kleinen Delikatessenladen wurde ein kleines Restaurant mit bunten Sesseln und vielen Fotos an den Wänden. Hier kredenzen sie Gästen nun italienische Gerichte wie Salsicce friulane (pikant gewürzte Wurst), Ossobuco alla milanese (Kalbshaxe Mailänder Art) oder Gnocchi mit Ricotta.

Während Verena Altenberger einen ersten Bissen nimmt, erzählt sie weiter von den Vorbereitungen für die Serie: "Ich fand es sehr spannend, einen fremden Akzent zu sprechen. Aber ich wollte es natürlich richtig gut machen. Im Endeffekt hat mir Bernadeta alle Textzeilen der zehn Drehbücher aufs Handy gesprochen und ich habe die Sätze monatelang beim Laufen in Dauerschleife gehört." Ein Einsatz, der sich ausgezahlt hat. Im Juni starten die Dreharbeiten zur zweiten Staffel.

Sieben Kilo weniger

Ein derartiger Aufwand für eine neue Rolle ist für sie nichts Ungewöhnliches. Die Vorbereitung für den Film "Die Beste aller Welten", der bei der diesjährigen Berlinale mit dem Kompass-Perspektive-Preis ausgezeichnet wurde und im Herbst in die Kinos kommt, war sogar noch umfangreicher. In dem Film spielt sie eine heroinabhängige Mutter, die versucht, trotz Drogensucht ihrem Sohn eine schöne Kindheit zu ermöglichen. "Für die Rolle habe ich sieben Kilo abgenommen, mich überhaupt nicht mehr rasiert, ich habe mich mit Ärzten und Aussteigern unterhalten." Am Salzburger Hauptbahnhof sprach sie dann Junkies an: "Ich habe ihnen gesagt, dass wir einen ehrlichen Film drehen wollen, also nichts mit erhobenem Zeigefinger, und ob sie mir helfen würden." Viele erklärten sich bereit und gewährten ihr über Monate, Einblicke in ihre Welt. "Das hat viel in mir bewegt. Ich bin aus meiner Komfortzone rausgegangen und habe Vorurteile verworfen. Genau das liebe ich an diesem Job."

Weitere Infos zum Lokal gibt es hier und Infos zur Schauspielerin hier.

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