Berichterstatter machen am Sonntag, 18. November 2007, waehrend einer Pressekonferenz in Koeln Aufnahmen von einer sichergestellten Armbrust und Softairwaffen. Die Koelner Polizei hat eine geplante Amoktat auf eine Schule im Westen der Domstadt verhindert. Sie vereitelte Plaene von zwei Jugendlichen im Alter von 17 und 18 Jahren fuer naechsten Dienstag, wie die Polizei am Sonntagabend auf der Pressekonferenz mitteilte. Der 17-Jaehrige beging Selbstmord, der 18-Jaehrige wurde festgenommen. (AP Photo/Hermann J. Knippertz) **zu APD4161 ** --- Reporters take photos of a crossbow and two softair guns during a media conference of the police in Cologne, Germany, on Sunday, Nov. 18, 2007. The weapons were seized from two 17 and 18 years old students who had planned to run amok at a school in Cologne on Tuesday. Police was informed by insiders and was able to prevent the attack. The 17 years old young man fled and was overran by a tram when he learnt about the police raid of his home where the weapons and explosives were found. He was seriously injured and died later in hospital. The 18 years old accomplice was arrested. (AP Photo/Hermann J. Knippertz)

© Deleted - 687495

Wien
06/11/2014

Touristen mit Armbrust beschossen: Einweisung

Mann verfehlte 17-jährige Deutsche nur knapp mit langem Metallpfeil.

Ein Schockerlebnis für zwei 17-jährige Deutsche, die mit ihrer Schulklasse auf Sightseeing-Tour nach Wien gekommen waren, ist am Mittwoch im Straflandesgericht verhandelt worden. Ein 31-jähriger Mann hatte sie im Vorjahr in der Leopoldstadt mit einer Armbrust ins Visier genommen und mit einem 20 Zentimeter langen Metallpfeil beschossen. Getroffen wurden die Burschen zum Glück nicht.

Wie die nunmehr als Zeugen angereisten Jugendlichen einem Schöffensenat (Vorsitz: Christian Böhm) erklärten, befanden sie sich am 4. Juni 2013 auf dem Weg zu ihrem Hotel, als sie in der Förstergasse den 31-Jährigen wahrnahmen. Dieser stand am Fenster seiner im zweiten Stock gelegenen Wohnung und hielt eine Armbrustpistole in der Hand. Er rief ihnen "Hallo!" zu, ehe er die Burschen ins Visier nahm und abdrückte.

Pfeil knapp an Jugendlichen vorbei

Die 17-Jährigen vernahmen ein "Plopp" und pressten sich aus Furcht vor einem weiteren Schuss zunächst an die Hausmauer. Geduckt und klopfenden Herzens gelangten sie schließlich in ihr Hotel, wo sie die Polizei alarmierten. Nachdem diese zur Stelle war, fand einer der Burschen auf der Straße den Pfeil, der ihn nur knapp verfehlt hatte.

Der 31-Jährige gab nach seiner Festnahme an, er habe die Jugendlichen "schrecken" und "g'scheit rennen" sehen wollen. Wie sich rasch herausstellte, war der Mann zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig. Laut Gerichtspsychiater Karl Dantendorfer leidet er zumindest seit 2005 an einer schizoaffektiven Psychose und war nicht in der Lage, das Unrecht seines Handelns einzusehen, zumal er dem Sachverständigen zufolge keine Krankheitseinsicht zeigte und deswegen auch keine Medikamente nahm.

Da somit keine Schuldfähigkeit gegeben war, konnte der 31-Jährige nicht wegen versuchter absichtlicher schwerer Körperverletzung bzw. gefährlicher Drohung verurteilt werden. Er wurde in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen, wobei das Gericht die Einweisung unter Setzung einer fünfjährigen Probezeit bedingt nachsah. Grund: Seit seiner Inhaftierung wird der Mann zielgerichtet medikamentös behandelt, sein Befinden hat sich seither deutlich gebessert. Das Gericht war daher der Meinung, dass der zeitlich unbefristete Maßnahmenvollzug in diesem Fall nicht erforderlich sei, wobei die bedingte Einweisung an mehrere Weisungen geknüpft wurde. Der Mann muss sich vor allem weiter einer psychiatrischen und medikamentösen Behandlung unterziehen. Die entsprechenden Belege sind alle vier Wochen dem Gericht vorzulegen.

Der 31-Jährige war damit ebenso einverstanden wie Staatsanwältin Susanne Kerbl-Cortella. Die Entscheidung des Gerichts ist daher rechtskräftig.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.