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Wien-Döbling
06/25/2014

Tote nach Zimmerbrand: Frau ist erstickt

Verrußung der Atemwege festgestellt - Fremdverschulden ausgeschlossen.

Der Tod einer Frau, deren Leiche am Dienstag in Wien-Döbling gefunden wurde, ist nicht auf Fremdverschulden zurückzuführen. Das gab die Polizei am Mittwoch bekannt. Die 34-Jährige ist in der kleinen Wohnung an Rauchgasen erstickt, die durch den Brand von Essensresten entstanden waren.

Die Tote war in der Früh gefunden worden, als die von Nachbarn verständigte Feuerwehr in die Wohnung eindrang. Da der Kleinstbrand zu diesem Zeitpunkt bereits erloschen war, wurden die Umstände des Todes der aus Südpolen stammenden Frau näher untersucht. Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen auf, die Leiche wurde noch am Dienstag obduziert. "Dabei wurde eine Verrußung der Atemwege festgestellt", sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger. "Die Frau hatte Rußpartikel eingeatmet."

Die Erdgeschoßwohnung in der Grinzinger Straße, in der die als Reinigungskraft tätige Frau aus dem Bezirk Chrzanow starb, ist laut Keiblinger nur 21 Quadratmeter groß und besteht aus einem Zimmer und einer Kochnische. Dort befindet sich ein Herd mit zwei Platten, darüber ein Küchenkästchen, das angesengt war. Noch nicht abgeschlossen war die toxikologische Untersuchung, durch die sich unter anderem feststellen lässt, ob die 34-Jährige eventuell Schlafmittel genommen hatte.

Kriminalrätsel um Tote in Döbling

Als zwei Polizisten am Dienstag kurz nach sieben Uhr die kleine Erdgeschoß-Wohnung in der Grinzinger Straße 115 betraten, bot sich ihnen ein eigenartiges Bild. In der Küche entdeckten sie einen längst wieder von selbst ausgegangenen Kleinbrand. Im Bett – auf der anderen Seite der Wohnung – lag die Leiche einer 34-Jährigen. Die Feuerwehr wurde alarmiert, hatte aber nichts mehr zu tun.

Bei der Polizei war am Dienstag von einem "sehr seltsamen Lagebild" die Rede. Die Leiche der Frau wies zwar keine offensichtlichen Verletzungen auf, aber die Rauchgase waren so gering, dass ein Tod deswegen als äußerst unwahrscheinlich eingestuft wurde. Von lediglich angebrannten Speiseresten war sogar die Rede. Mehrere Spezialisten des Landeskriminalamtes gingen am Tatort ein und aus, es herrschte reger Betrieb. Details wollte man bei der Polizei vorerst nicht verraten. Hinter vorgehaltener Hand hieß es, dass das Opfer bisher noch nichts mit der Polizei zu tun hatte. Deshalb deutete auch nichts auf eine Drogenüberdosis hin.

Eine Obduktion der Toten soll helfen, das Kriminalrätsel restlos zu klären. Erste Untersuchungen ergaben keinen Hinweis auf eine unmittelbare Gewalteinwirkung. "Die endgültigen Ergebnisse werden aber erst in einigen Tagen vorliegen", erklärt Polizeisprecher Patrick Maierhofer.

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