Chronik | Wien
20.06.2017

Tiergarten Schönbrunn: Projekt für bedrohte Berberaffen

Zoo unterstützt das Artenschutzprojekt "Barbary Macaque Awareness and Conservation". Spezial-Programm für Besucher.

Das kommende Wochenende im Tiergarten Schönbrunn wird ganz im Zeichen der Berberaffen stehen. Kinder können Affenmasken basteln, und die Besucher eine Sonderfütterung der aufgeweckten Berberaffen erleben und alles über ihre Gefährdung erfahren. Ihr Lebensraum wird eingeschränkt, Jungtiere werden für die Heimtierhaltung gefangen und Tiere illegal als Requisiten für Touristenfotos verwendet.

Nur noch wenige tausend Affen in Nordafrika

"Berberaffen sind stark gefährdet. Nur noch zwischen 8.000 und 10.000 Tiere leben in Marokko und Algerien. Wir möchten unsere Besucherinnen und Besucher über diese Makaken informieren, die Problematik im Freiland aufzeigen und das Schutzprojekt vorstellen, das wir zu ihrer Rettung unterstützen", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Seit zwei Jahren engagiert sich der Zoo für das Artenschutzprojekt "Barbary Macaque Awareness and Conservation" (BMAC) in Marokko und finanziert das Gehalt von Ahmed Chetuan, der als Pädagoge Dorfschulen besucht, um die Buben und Mädchen über die Berberaffen aufzuklären.

Zoo-Besucher können Projekt unterstützen

Auch die Tiergartenbesucher in Schönbrunn können das Projekt unterstützen: Mit dem Erwerb eines Affen-Buttons spenden sie für die Anschaffung eines Monkey Busses. Dieses geländetaugliche Gefährt ist für die Forscher der Organisation für ihre Fahrten in die Gebirgsregionen von Marokko unerlässlich, um die Berberaffen zu beobachten.