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Ermittlungen
12/23/2014

Taxilizenzen angeblich illegal verkauft

In der Bundeshauptstadt sollen Lizenzen beziehungsweise Taxischeine verkauft worden sein.

In der Branche der Taxilenker brodelt das Gerücht schon seit knapp einem Jahr – bis jetzt gelang es aber nie, konkrete Beweise zu liefern. Jetzt gibt es einen Durchbruch: Am Dienstag gab die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bekannt, Ermittlungen gegen 20 Verdächtige aufgenommen zu haben.

In der Bundeshauptstadt sollen Lizenzen beziehungsweise Taxischeine verkauft worden sein. Um in Wien ein Taxi lenken zu dürfen, muss Wissen über Straßenverkehrsordnung und Ortskundigkeit vorhanden sein. Die Vermutung einiger Taxifahrer die sich bis zuletzt aus Angst vor Schikanen keiner laut aussprechen traute: Die Deutschkenntnisse einiger Kollegen sind so schlecht, dass es schier unmöglich sei, diese Lizenz machen zu können.

Um diese Hürde zu "umgehen", sollen einige Prüfer sich einfach gutes Geld bezahlen haben lassen, um den Taxischein auch ohne ausreichende Deutschkenntnisse ausstellen zu können.

5000 Euro "Gebühr"

Schon vor Monaten wurden anonyme Briefe mit Vermutungen an Bürgermeister Michael Häupl und andere offizielle Stellen geschickt. In den Briefen die dem KURIER vorliegen, ist die Rede von einer Summe von mindestens 5000 Euro "Gebühr" an eine der Prüferinnen.

Es bestehe der Verdacht der Bestechung, der Bestechlichkeit sowie wegen verbotener Intervention, informierte Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) nach einer parlamentarischen Anfrage von FPÖ-Nationalratsabgeordneten Dagmar Berlakowitsch-Jenewein. Nun werden alle Verdächtigen und Zeugen ausführlich befragt um den möglichen Betrug ans Licht zu bringen. Es wird auch noch gegen weitere unbekannte Täter ermittelt.

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