Chronik | Wien
20.10.2017

Spürhunde-Einsatz am Wiener Flughafen verstörte türkische Passagiere

Türkisches Außenministerium reagierte auf Video in sozialen Medien.

Der routinemäßige Einsatz eines Spürhundes des Zolls am Flughafen Wien in Schwechat hat offenbar für Aufregung unter Passagieren von Turkish Airlines gesorgt. Auf die Beschnüffelung im Boarding-Bereich reagierte das türkische Außenministerium auf seiner offiziellen Internetseite mit Befremden. Ein Sprecher des Finanzministeriums versichert jedoch, dass man wie immer "diskret und nicht aufdringlich" vorgegangen sei.

Seit Jahren werden am Airport regelmäßig Kontrollen mit einem Bargeld-Hund durchgeführt, sagte Johannes Pasquali von der Finanz. Diese würden unabhängig von der Nationalität der Passagiere erfolgen und naturgemäß nicht angekündigt. "Es hat darüber noch nie Beschwerden gegeben." Die erlaubte Ein- und Ausfuhrgrenze von Bargeld liegt in Österreich bei 10.000 Euro.

Nachdem Videos über den besagten Schnüffeleinsatz in sozialen Medien verbreitet wurden, hat sich ein Vertreter des türkischen Konsulats in Wien "noch am gleichen Abend" zur Untersuchung des Falls auf den Weg zum Flughafen gemacht, berichtete das türkische Außenministerium. Man habe ersucht, "die zuständigen Behörden zu ermahnen."

Allerdings sei der Einsatz sehr korrekt abgelaufen, sagte Pasquali auf Anfrage. "Das kann man auch auf den Videos sehen."