Chronik | Wien
30.10.2017

Simmering: Bezirk zählt Pickerl-Fragebögen aus

Ergebnis der Befragung soll Dienstagvormittag feststehen

Eventuell noch heute, spätestens aber morgen soll das Ergebnis der Parkpickerl-Befragung in Simmering feststehen. Die Zuständigen haben um 9 Uhr begonnen, die Fragebögen auszuzählen. Wie hoch die Beteiligung genau war, könne Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ) noch nicht sagen. Rund 39.900 Kuverts sind in der Bezirksvorstehung eingelangt. In einem Kuvert können sich aber auch mehrere Fragebögen befinden – etwa, wenn eine Familie ihre Antworten gesammelt abgeschickt hat.

Zwei Fragebögen

Aufregung hat es im Vorfeld der Pickerl-Befragung gegeben. Stadler hatte nur Österreicher und EU-Bürger, nicht aber die rund 14.000 Drittstaatsangehörigen befragen wollen. Stadträtin Renate Brauner ( SPÖ) wies ihn darauf hin, dass das nicht rechtens sei. Im Endeffekt wurden dann alle Bezirksbewohner befragt. Dafür verschickte Stadler zwei Fragebögen: Abgesehen von der Frage, ob die Simmeringer ein Parkpickerl in ihrer Umgebung haben möchten, konnten die Bewohner auch persönliche Fragen zu ihrer Herkunft, ihrer Aufenthaltsdauer oder auch zum Führerscheinbesitz beantworten. Stadler betonte, dass die Ergebnisse des zweiten Fragebogens keinen Einfluss auf die Einführung des Pickerls haben werde.

Wenn man sich die vergangenen Befragungen in Wien ansieht, ist zu bezweifeln, dass diese positiv ausgehen wird: Das ist eine Pickerl-Befragung in Wien noch nie. Selbst in Bezirken, die zwei Mal befragt wurden (Hietzing und Währing) hat sich immer eine Mehrheit gegen eine gebührenpflichtige Parkraumbewirtschaftung ausgesprochen.