Schwerpunktak­tion gegen Straßendealer in Wien

WIEN: KONTROLLEN NACH INKRAFTTRETEN DES NEUEN SUCH
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)

Elf Tatverdächtige wurden angezeigt, vier Personen festgenommen.

Ein Schlag gegen die Suchtmittelkriminalität ist der Polizei gemeinsam mit der Diensthundeabteilung in der Nacht auf Mittwoch gelungen. Bei einer Schwerpunktaktion am Wiener Gürtel sowie an einschlägigen Umschlagplätzen und Lokalen wurden 206 Baggys mit Cannabis sichergestellt, berichtete die Wiener Polizei am Donnerstag in einer Aussendung. Elf Tatverdächtige wurden angezeigt.

Bei Kontrollen am Gürtel und in Lokalen in Wien-Ottakring und Hernals wurden die Beamten mit Unterstützung der beiden Polizeidiensthunde "Yoda vom Heustadlwasser" und "Van Helsing Duivelsbos" fündig: 206 Säckchen mit Cannabiskraut, die für den Straßenverkauf bestimmt waren, wurden sichergestellt. Elf Tatverdächtige aus Nigeria und zwei weitere unbekannte Täter wurden nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. Zwei Personen wurden wegen unrechtmäßigen Aufenthalts im Bundesgebiet festgenommen und in das Anhaltezentrum am Hernalser Gürtel gebracht.

Wenige Stunden später beobachteten Beamten der Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei bei der Josefstädter Straße die Anbahnung eines Suchtmittelverkaufes zwischen zwei mutmaßlichen Dealern und zwei Abnehmern. Alle Beteiligten wurden angehalten, woraufhin ein Tatverdächtiger erfolglos versuchte, zu flüchten. Die mutmaßlichen Verkäufer bestritten mit den Worten "No Business" die Anschuldigungen, wurden aber festgenommen, da sie aufgrund von Suchtmitteldelikten bereits amtsbekannt waren und zudem von den anderen Männern belastet wurden. Das von den Käufern an die Dealer übergebene Geld hatten diese noch bei sich. Auf einer Baustelle in der Nähe wurde außerdem der Cannabis-Bunker der Tatverdächtigen sichergestellt.

(apa / and) Erstellt am
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