Panda-Mama Yang Yang ist bei den Ausflügen ihrer Zwillinge stets dabei. Seit vergangener Woche erkunden die Jungtiere ihr Zuhause

© /Tiergarten Schönbrunn / Norbert Potensky

Wien
01/03/2017

Schönbrunn: Zoobesucher stehen für Blick auf Pandababys Schlange

Ein Blick auf die Zwillinge Fu Feng und Fu Ban ist bei Zoobesuchern derzeit heiß begehrt.

"Oh", ein aufgeregtes Raunen geht durch die Menge, die sich vor dem Panda-Gehege im Tiergarten Schönbrunn eingefunden hat. Handys werden gezückt, als sich Panda-Mutter Yang Yang auf die Baumhöhle zubewegt. Wagt sich eines der Kleinen jetzt vielleicht hinaus?

Vergangene Woche haben die fünf Monate alten Pandazwillinge Fu Feng und Fu Ban das erste Mal ihr Versteck in der Baumhöhle verlassen und die Innenanlage erkundet. Nun wollen viele Besucher die Jungtiere in natura erleben – und müssen dafür Schlange stehen.

Unter den Wartenden vor dem Panda-Bärenhaus ist Montagvormittag auch die dreijährige Flora Fuchshuber mit ihrem Bruder Moritz und Papa Martin. Die drei sind öfters im Wiener Tiergarten. Die Pandabären sind dabei stets die ersten Tiere, die besucht werden müssen. "Ich dachte mir schon, dass ein bisschen was los sein wird, aber mit so einer Schlange hab’ ich nicht gerechnet", lacht Papa Martin. Die Wartezeit nehmen sie aber gerne in Kauf, denn "die Pandas sind einfach cool", sagt Flora. Auch wenn – so wie heute – leider nur die Panda-Mama beim Bambusfressen zu sehen ist.

Tiergarten Schönbrunn…

Tiergarten Schönbrunn…

Tiergarten Schönbrunn…

Tiergarten Schönbrunn…

Pandabären…

Pandabären…

Premiere

Die Britin Penny Robinson ist jedenfalls ganz begeistert. Sie ist gemeinsam mit ihrer Tochter Charlotte und ihrer zweijährigen Enkelin Marielou in den Zoo gekommen und hat heute zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt einen Pandabären gesehen.

"Unglaublich war das", pflichtet ihr Ehemann Graeme bei.

Auch Pierre aus Frankreich hat an diesem Montagvormittag zum ersten Mal die schwarz-weißen Bären gesehen. Er macht mit seiner Freundin auf Stadturlaub in Wien – nach dem Rutsch ins neue Jahr wird nun der Tiergarten Schönbrunn erforscht, da durften die Pandas nicht fehlen.

Eine der wenigen glücklichen, die die Tierbabys schon zu Gesicht bekommen hat, ist Christine Buberl. Sie ist von den Kleinen entzückt: "Die Pandas sind schon ein ganz besonderes Highlight, zumal Zwillingsgeburten ja doch selten sind", erklärt die Wienerin. Gemeinsam mit ihren Enkelkindern Alma und Theo stellt sie sich zum zweiten Mal in der Warteschlange an, denn: "Ich hab’ Pandabären bis jetzt nur im Fernsehen gesehen", sagt Theo.

Besorgte Bärenmutter

Gerade weil die kleinen Bären so viel Interesse bei Tierfreunden hervorrufen, ist man besonders auf die Sicherheit bedacht, wie Tierpflegerin Nicole Samek erklärt. Sie betreut seit September 2007 Pandas und Koalas und hat alle Kinder von Yang Yang kennengelernt. Doch auch für sie ist jede Geburt etwas Neues. Eines bleibe aber immer gleich, nämlich, dass die Jungtiere sehr viel Schlaf benötigen. Damit sie dies so naturnah und ungestört wie möglich tun können, wurde eigens eine Baumhöhle geschaffen.

Trotzdem seien die beiden, anders als am Vormittag zu erleben, schon sehr eifrig und klettern viel. Mutter Yang Yang sei aber bei den Erkundungstouren ihrer Zwillinge immer besonders wachsam: "Sie achtet genau darauf, dass ihren Kindern nichts passiert", sagt Zoologin Samek. Dass sich die beiden so prächtig entwickeln, liegt nicht zuletzt an der Ernährung ihrer Panda-Mama. Sie erhält je nach Tagesverfassung eine Mischung aus Reis- und Maismehl, Wachtelei und Gemüse, dazu darf es auch ein bisschen Bambus sein. 30 Kilogramm frisst ein ausgewachsener Pandabär davon täglich. Von der Menge sind die Zwillinge noch weit entfernt. Sie verschlucken derzeit maximal ein paar Blätter.

Und noch ein Hinweis für alle neugierigen Zoobesucher: das Weibchen Fu Feng lässt sich durch ihr schmales schwarzes Schulterband erkennen; ihr Bruder, Fu Ban, hat ein deutlich breiteres Band.

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