(Symbolbild)

© KURIER/Gilbert Novy

Wien
12/28/2016

Westbahnhof: Afghanen gegen Tschetschenen

Massenschlägerei in Wien: 14 Anzeigen, drei Festnahmen, drei Verletzte.

Erneut gerieten in Wien Tschetschenen und Afghanen aneinander: Am Europaplatz beim Westbahnhof kam es Dienstagabend zu einer Schlägerei, an der mehr als zehn Personen beteiligt gewesen sein sollen. Ein 20-Jähriger erlitt einen Messerstich im Gesäßbereich.

Der Vorfall ereignete sich gegen 18 Uhr. Polizeibeamte wollten einschreiten und die streitenden Männer trennen. Da dürfte einer der Beschuldigten eine Schreckschusspistole gezogen und damit einen Beamten bedroht haben. Erst nach mehrmaliger Aufforderung, die Waffe wegzulegen, soll der Verdächtige laut Polizei dieser Aufforderung nachgekommen sein.

"Es gab drei Verletzte", erklärt Polizeisprecherin Irina Steirer. "Ein Polizist wurde mit Faustschlägen und Fußtritten verletzt. Ein Beschuldigter erlitt einen Messerstich im Gesäßbereich, ein weiterer Verdächtigter wurde ebenfalls verletzt."

Insgesamt wurden 14 Personen angezeigt, drei Tatverdächtige wurden festgenommen. Das Motiv für den Streit sei noch unklar, erklärt die Polizeisprecherin.

Mehr Gewalttaten

Generell verzeichnete man bei Gewaltdelikten in Österreich gegenüber dem Vorjahr ein Plus von zehn Prozent. Konrad Kogler, Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit, sagte im Ö1-Interview, involviert seien häufig "jüngere Männer, die aus Regionen kommen, wo sie eine Gewaltvergangenheit hatten und wo Gewalt als Mittel der Konfliktlösung ein eingeübtes Prozedere ist."

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