Manch "Kampfradler" soll sich über Verkehrsregeln hinwegsetzen. Ob das "Sinn hat"? Warum letzteres ein Un-Wort sein soll, ist schwer einzusehen. "Sinn machen" ist eher als fragwürdige Formulierung zu bezeichnen.

© Radfahrer

Chronik Wien
09/21/2012

Rote Radler-Pläne stoßen auf breite Zustimmung

Verkehrsministerin Bures (SPÖ) plant ein frisch geschnürtes Fahrrad-Paket. Die Reaktionen auf den Vorstoß fallen zum Großteil positiv aus.

Wie der KURIER in seiner gestrigen Ausgabe ausführlich berichtet hat, dürften auf Österreichs Radfahrer bald einige Neuerungen zukommen. Immerhin plant Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) ein frisch geschnürtes Fahrrad-Paket. Sie möchte hierzu die Straßenverkehrsordnung (StVO) novellieren. Im Paket verpackt sind etwa Neuerungen wie die Einführung von Fahrradstraßen und sogenannter Begegnungszonen (siehe Liste unten), die Flexibilisierung der Radwegebenutzungspflicht sowie ein Telefonierverbot am Rad. Nummerntafeln für Räder und eine Senkung der Promillegrenze von derzeit 0,8 auf 0,5 sind nicht vorgesehen.

Gesprächsbedarf

Die Reaktionen auf den Vorstoß fallen zum Großteil positiv aus. Koalitionspartner Martin Bartenstein von der ÖVP begrüßt die Initiative, betont aber, bei Details wie der Höhe der Promillegrenze bestünde noch Gesprächsbedarf. "Zentral ist auch, dass Städte und Gemeinden selbst über die Einführung etwa einer Begegnungszone entscheiden können." Fritz Aichinger von der Wiener VP macht sich indes deutlich für eine Senkung der Promillegrenze stark. Ebenso Bures’ Genossen in Wien. SP-Verkehrssprecher Karlheinz Hora begrüßt das Paket zwar, sagt aber auch, dass mit der nicht vorgesehenen Promille-Senkung ein Wermutstropfen bestehen bleibe.

Wiens grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou begrüßt den Vorstoß. Anders die FPÖ: Verkehrssprecher Toni Mahdalik vermisst Nummerntafeln und eine Pflichtversicherung für Radfahrer.

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  • Fahrradstraßen: Straßen und Bereiche für Radfahrer und Fußgänger, Autos nur bedingt erlaubt
  • Begegnungszonen: Gleichberechtigter "Mischverkehr". Vorrang für schwächste Verkehrsteilnehmer. Höchstgeschwindigkeit 20 km/h
  • Radweg: Ausnahmen von Benutzungspflicht für schnelle Radfahrer
  • Telefonierverbot kommt
    Aus Sicherheitsgründen (Lenken und Handzeichen)
  • Nummerntafel kommt nicht: Hoher Aufwand – geringer Nutzen
  • Promillegrenze bleibt: Wie bisher bei 0,8 Promille

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