Martin Ho ist der neue Betreiber der Pratersauna

© KURIER/Gerhard Deutsch

Szene
04/29/2016

Renovierter Elektro-Club: Im Prater wird wieder sauniert

Neuer Beachclub untertags und billigeres Bier für die Partygäste

von Anna-Maria Bauer

Die letzten Schrauben mussten noch angezogen, die Bars mit Getränken bestückt, Technik und Licht überprüft werden. Wenige Stunden vor der Wiedereröffnung war die Pratersauna in der Waldsteingartenstraße 135 (2. Bezirk) noch eine Baustelle. "Ja, es wird knapp", räumte der neue Club-Betreiber Martin Ho ein.

Aber er gab sich zuversichtlich, dass für die Eröffnung heute, Freitagabend, alles fertig wird. Insgesamt 40 Acts werden dieses Wochenende hier für Stimmung sorgen. Auch wenn der Aufschrei vergangenes Jahr groß war, als die vormaligen Betreiber Stefan Hiess und Hennes Weiss bekannt gaben, dass sie den Club abgeben würden. (Ganz verlassen sie den Club übrigens nicht. Sonntags veranstalten sie mit Rudi Wrany den Fünf-Uhr-Tee und im oberen Stock werden sie ein Büro haben.)

Das Interesse an der Sauna ist jedenfalls weiterhin groß. Die Vorverkaufskarten fürs Wochenende waren innerhalb weniger Tage ausverkauft. An 500 „Saunafreunde“ wurden Member-Karten verteilt. Damit kommt man stets gratis ins Lokal. Eine davon wird auf Ebay versteigert. Derzeitiger Kaufpreis: 515 Euro. (Das würde sich frühestens ab dem 51. Besuch auszahlen. Denn der Eintritt beträgt maximal zehn Euro.)

Was erwartet die Gäste? Kurz gesagt: Elektronische Musik in einem etwas kleineren Club auf vier Floors,bekannte Events wie "Kein Sonntag ohne Techno" und eine 30 Meter lange Bar mit billigeren Getränken. Ideologie und Grundcharakter bleiben erhalten. Das Motto der Eröffnung lautet dementsprechend: "Heute wie damals". Beim Lokalaugenschein auf der Noch-Baustelle fällt der Blick auf altbekannte Glaskacheln und bekritzelte Wände.

Kein Nachtschwimmen mehr

Eine große Änderung gibt es aber doch: Der Poolbereich wird Gästen in der Nacht nicht mehr zur Verfügung stehen. Er wird Teil eines Beachclubs. 380 Tonnen Sand werden angeliefert. Die Crossfit-Geräte, die Besucher vor der Abkühlung ins Schwitzen bringen, stehen schon bereit. Gedacht ist der Strandclub für jeden – WU-Studenten ebenso wie Familien mit Kleinkindern.

Für Martin Ho müssen sich die letzten Tage wie ein Deja-vu angefühlt haben. Schon vergangenen März hatte er auf demselben Grundstück eine Großbaustelle: Er eröffnete den HipHop-Club "Vie ii pee". (Die Clubs sind über einen privaten VIP-Bereich miteinander verbunden.)

Auch abseits der Clubszene kommt man an Ho, der heuer erst seinen 30. Geburtstag feiert, derzeit nicht vorbei. Mit seinen Dots-Lokalen hat er sich erfolgreich dem Experimental Sushi verschrieben. In der Wollzeile befindet sich seine Galerie und an die Supermarktkette Spar liefert er unter dem Namen "Dots Cooking" warme Take-Away-Speisen.

Und auch wenn die Pratersauna die Pforten noch gar nicht geöffnet hat, denkt Ho schon an das nächste Projekt: ein Innenstadtlokal mit Fokus auf „Dim Sum“.

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