Überfall

© Polizei

Bankraub
02/28/2013

Kugelhagel hätte weitere Opfer fordern können

Die verletzten Opfer sind am Weg der Besserung. Der Täter gab mindestens sechs Schüsse ab.

von Michael Berger

Der Bankräuber zögerte keine Sekunde und schoss am Mittwoch um zehn Uhr, (vorerst) zwei Mal auf den Mitarbeiter der Security-Firma Siwacht. Das ergab die Tatrekonstruktion der Polizei, gestützt auf die Video-Überwachung in dem Geldinstitut. Insgesamt feuerte der Flüchtige jedoch mindestens sechs Mal.

Wie berichtet stürmte ein mit einem Helm getarnter und bewaffneter Täter, Mittwoch in die Bank-Austria-Filiale nahe der Philadelphiabrücke in Meidling. Mohammed S., 33, stellte sich dem Räuber in den Weg und wurde angeschossen. Zwei Kugeln durchschlugen seinen Bauch, ein Projektil davon traf die Bank-Mitarbeiterin Katharina K., 21, in den Unterschenkel. Nach Auskunft der Ärzte des Meidlinger Unfallkrankenhauses geht es der Frau gut. Auch der verletzte Siwacht-Mitarbeiter befand sich Donnerstag – nach Notoperation im AKH – auf dem Weg der Besserung.

Kellner als Lebensretter

Neben den Medizinern verdankt der angeschossene Syrer, dem Kellner Alois Hablik sein Leben. Der Wiener war am Weg zur Arbeit, als Mohammed S. vor der Bank zusammenbrach. Sofort kümmerte sich Hablik um das Opfer: „Ich nahm eine Jacke und stützte seinen Kopf. Bleib bei mir, lass bitte die Augen offen, schlaf nicht ein, schrie ich ihn an. Als die Rettung kam, war ich heilfroh.“

Bleibt die Frage, warum die Securities in Wiens Banken nicht bewaffnet sind. Michaela Stefan, Sprecherin des Raiffeisen-Konzerns, erklärt die Philosophie des Unternehmens: „Wir setzen, wie andere Konzerne auch, auf Prävention. Securities schrecken ab. Wären sie bewaffnet, könnte die Situation eskalieren. Kunden und Mitarbeiter zu schützen hat Priorität.“

Laut Polizei hätte der Bankraub weitere Opfer fordern können. Denn der Täter schoss bei der Flucht ein weiteres Mal auf den Siwacht-Mann, traf aber nicht. Und auf einen Bauarbeiter, der ihn verfolgte, schoss er zusätzlich zwei Mal. Auch vier Kunden befanden sich in der Bank.

Die Polizei bittet um Hilfe der Bevölkerung. Vor allem wegen der rot-grauen Arbeitskleidung. Der Täter soll weiters aus Ex-Jugoslawien stammen. Auch das Fahrrad, ein schwarz-graues Mountainbike wurde gefunden. Hinweise bitte an das LKA unter 01 31310-33800.

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