Chronik | Wien
10.04.2017

Oberösterreicher kaufte gefälschtes "Raffael"-Gemälde

Großfahndung nach dem mutmaßlichen Verkäufer. Offenbar mehrere Opfer in Österreich.

Das Landeskriminalamt Oberösterreich sucht derzeit europaweit nach einem mutmaßlichen Betrüger. Hans Alexander Vajda steht unter dem Verdacht, mehreren Personen in Österreich gefälschte Gemälde verkauft zu haben. Laut Staatsanwaltschaft Wels ging er dabei äußerst gerissen vor, er soll zunächst echte Bilder angeboten haben - die als entsprechende echte Kunstwerke von Experten eingestuft wurden. Nachdem er sich so das Vertrauen erschlichen hatte, dürfte der Wiener seinen Opfern die Falsifikate angedreht haben.

410.000 Euro für einen Raffael

Laut derzeitigem Ermittlungsstand gibt es drei Opfer. Ein Oberösterreicher soll 410.000 Euro für ein Bild des Meisters Raffael hingeblättert haben. Er gilt als einer der größten Maler, die jemals gelebt haben. Seine Kunstwerke sind etwa in den Uffizien in Florenz ausgestellt, bekannt ist der 1520 gestorbene Raffael auch als Baumeister des Petersdoms.

Die beiden weiteren Opfer sind in Wien und Niederösterreich zu Hause. Insgesamt sollen elf gefälschte Bilder und Teppiche den Besitzer gewechselt haben, der Gesamtschaden wird derzeit mit rund 700.000 Euro beziffert.

Hinweise zum Aufenthaltsort des gesuchten Mannes sind erbeten an das Landeskriminalamt Oberösterreich/Fahndung an Christian Krenn unter der Telefonnummer 0664/816 87 81.