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Chronik Wien
09/15/2012

Neuer Brennstoff für Wiener Atomreaktor

In den nächsten Wochen wird der Forschungsreaktor der TU Wien neue Brennstäbe aus den USA bekommen.

Es ist so weit: In den nächsten Wochen werden die neuen Brennstäbe für den Forschungs­reaktor der Technischen Universität Wien im Prater in der Bundeshauptstadt ankommen. Wie orf.at am Samstag berichtete, wird ein Schiff den Brennstoff aus den USA in den slowenischen Hafen Koper bringen.

Dort wird die Lieferung auf einen Lastwagen um­geladen, der sie über Slowenien zum österreichischen Reaktor bringen wird, sagte der Chef der slowe­nischen Atombehörde, Andrej Stritar, der Tageszeitung Zurnal 24.

Dem Bericht zufolge wird das Schiff im Hafen warten, bis der Lkw einige Tage später mit den abgebrannten Brennstäben aus Wien zurückkehrt. Diese werden nach Savannah River in den USA verschifft. So soll verhindert werden, dass ausgedientes angereichertes Uran in die Hände von Terroristen kommt.

Der genaue Termin für den Transport wird aus Sicherheitsgründen geheim gehalten.

Tausch der Brennstäbe

Wie der KURIER berichtete, hat der Bund beschlossen, die Laufzeit des kleinen Kraftwerks im Prater (ähnliche Modelle stehen in München oder Rom) bis 2025 zu verlängern. Dazu müssen die alten Brennstäbe entsorgt und ausgetauscht werden. Bereits im Mai reisten US-Experten nach Wien, um den Reaktor zu begutachten. Im August waren die Wissenschaftler der TU in Idaho, um neue, niedrig ange­reicherte Brennstäbe auszusuchen.

Für den neuen Brennstoff, den laufenden Betrieb und die Entsorgung alter Brennelemente sollen insgesamt knapp 6 Millionen Euro ausgegeben werden.

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